»Between Temporalities« – Jaee Tee
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»Between Temporalities« von Jaee Tee vereint Gemälde, Skulpturen und Installationen, die untersuchen, wie Materie Zeit festhält, verkörpert und offenbart.
Anstatt Zeit als abstraktes Konzept zu behandeln, nähert sich die Ausstellung ihr als etwas, dem man durch die ständige Verwandlung von Materie begegnen kann. Die Werke entstehen aus Feldforschung in Wäldern, Steinbrüchen und Karstlandschaften, wo sich geologische und ökologische Prozesse auf sehr unterschiedlichen Zeitskalen entfalten. Diese Beobachtungen werden durch Malerei, Skulptur und materielle Experimente umgesetzt, wodurch sich geologische, biologische und menschliche Zeit in einem einzigen Werkkomplex überschneiden.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Erkenntnis, dass Materialien niemals statisch sind. Kalkstein war einst der Grund eines urzeitlichen Meeres, bevor er zum Berg wurde. Kalkpaste verwandelt sich durch Karbonatisierung langsam wieder in Stein. Leinwand verändert sich durch Verbrennen, Verwitterung und Bindung. Anstatt Materialien in festen Formen zu bewahren, lassen die Werke diese Prozesse aktiv bleiben und laden die Zeit selbst ein, als Mitgestalterin an der Entstehung des Werks mitzuwirken. In der gesamten Ausstellung wird Transformation nicht als Ereignis der Zerstörung oder des Verlusts betrachtet, sondern als kontinuierlicher Prozess des Werdens.
Ausgehend von der räumlichen Sensibilität der chinesischen Tuschemalerei und unter Einbeziehung zeitgenössischer Materialforschung lädt »Between Temporalities« die Betrachter*innen dazu ein, Landschaft nicht als Kulisse, sondern als Zeugnis materieller Geschichten zu betrachten, die sich jenseits des Maßstabs menschlicher Wahrnehmung entfalten.
Jaee Tee ist eine malaysische zeitgenössische Künstlerin, die zwischen Kuala Lumpur und Leipzig lebt und arbeitet. In ihrer zwischen Malerei, Skulptur und Installation angesiedelten, forschungsbasierten Praxis untersucht sie die Beziehung zwischen Material und Zeit anhand von Transformationsprozessen. Ausgehend von Feldforschungen in Wäldern, Steinbrüchen und Karstlandschaften verbindet sie geologische Untersuchungen mit materiellen Experimenten, um zu erforschen, wie Materie durch ständigen Wandel Zeit verkörpert.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 27. September von 11 Uhr bis 16 Uhr statt.
Weitere Informationen unter: augsburg-contemporary.de
augsburg contemporary
Bergstraße 11
86199 Augsburg
Deutschland