Ausstellungen & Kunstprojekte

Wolpertinger – Die Installation

Jakob Zimmermann Parachronismus © Valentin Wedde
a3kultur-Redaktion

Jakob Zimmermanns Projekt basiert auf der bayerischen Sagengestalt des Wolpertingers, der aus unterschiedlichsten Tierfragmenten zusammengesetzt ist.

Mit diesem Prinzip schafft der Künstler einen surrealen Kosmos, der Überraschungen bereithält und durch den spielerischen Ansatz neue Denkräume eröffnet. Dem Absurden unserer Gegenwart begegnen seine Kunstwerke mit hintergründigem Humor, der zum Nachdenken anregt. Ein Teil der Ausstellung ist eine frei gestaltete Skulptur aus Pappmaché, die einen Augsburger Kabinettschrank zitiert, seine Schubladen und Fächer stehen offen, sie sind leer. Es scheint, als seien die hier einst gesammelten Dinge in die Gemälde und Skulpturen der Ausstellung gewandert: In pastoser Malweise und üppiger Farbpalette zeigen die ausgestellten Kunstwerke eine Überfülle an Gegenständen. Sie basieren auf Vertrautem und bleiben in ihrer Kombination doch rätselhaft. Noch bis zum 29. November ist die Installation von Jakob Zimmermann, Kunspreisträger des Bezirks Schwaben 2025, im Kunstforum Oberschönenfeld ausgestellt. 

Weitere Informationen unter: www.kunstforum.bezirk-schwaben.de 

Das könnte Sie auch interessieren

Mira Emke
Ausstellungen & Kunstprojekte

Raus ins Zentrum

Noch bis zum 1. November ist der Museumsstandort Innenstadt des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben geöffnet.
Malte Günther
Ausstellungen & Kunstprojekte, Workshop

Wer werden wir?

Unter dem Motto »Becoming« lädt das Augsburger Medienkunstfestival lab.30 vom 29. Oktober bis 1. November dazu ein, über Veränderung, Möglichkeiten und die Zukunft nachzudenken.
Bettina Kohlen
Ausstellungen & Kunstprojekte

Fantastische Fragmentwesen

Im Erdgeschoss des Kunstforums trifft die Besucher*in auf einen merkwürdig ungelenk wirkenden Schrank: raumgreifend, aus Pappmaché, schwarz, offene Schubladen, leer. Jakob Zimmermann (*1993) bezieht sich hier auf den sogenannten »Augsburger Schrank«. Solche Prunkmöbel, gedacht, um Preziosen und Merkwürdigkeiten in zahlreichen Schubladen unterzubringen, waren im 17. Jahrhundert höchst begehrt. Hier jedoch finden sich die Objekte in den Gemälden, die den schwarzen Schrank umgeben, wie die Darstellung der fünfäugigen Urgarnele.