»auf den dritten Blick«
In der Ecke Galerie erschließen sich im Oktober manche Dinge nicht sofort.
Der erste Blick nimmt wahr, der zweite ordnet ein, erst der dritte offenbart, was dahintersteckt. Diesem Kippmoment von Oberfläche zu Tiefe widmet sich die Ausstellung »auf den dritten Blick«, bis Samstag, 31. Oktober. Die vier Künstler*innen Sophie Gabler, Laura Jungfer, Kilian Seiler und Mara Weyel verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze, eint sie jedoch eine gemeinsame Aufmerksamkeit für das nicht sofort Sichtbare. So macht die Schau das genaue Hinsehen selbst zum Prinzip – und überlässt es den Besuchenden, es zu entdecken.
Weitere Informationen unter: www.die-ecke.de
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Im Erdgeschoss des Kunstforums trifft die Besucher*in auf einen merkwürdig ungelenk wirkenden Schrank: raumgreifend, aus Pappmaché, schwarz, offene Schubladen, leer. Jakob Zimmermann (*1993) bezieht sich hier auf den sogenannten »Augsburger Schrank«. Solche Prunkmöbel, gedacht, um Preziosen und Merkwürdigkeiten in zahlreichen Schubladen unterzubringen, waren im 17. Jahrhundert höchst begehrt. Hier jedoch finden sich die Objekte in den Gemälden, die den schwarzen Schrank umgeben, wie die Darstellung der fünfäugigen Urgarnele.