Ausstellungen & Kunstprojekte

Liebeserklärung an die Heimat

Gastautor

In der Ateliergalerie Facette wird eine neue Ausstellung gezeigt, die Arbeiten von Stefanie Dirscherl präsentiert, darunter 30 Bilder an den Wänden der Galerie und 12 Tuschezeichnungen in Passepartout.

Die Künstlerin wurde 1974 in Prien am Chiemsee geboren, studierte Kunst in München, Rosenheim und Liverpool und arbeitete in Kalifornien. Bei der Vernissage erzählt sie, dass das Arbeiten und Leben dort angenehm und interessant war, trotzdem wollte sie zurück in ihre Heimat. Seit 2007 ist sie als freischaffende Künstlerin in Bernau am Chiemsee tätig.

Eigentlich ist »Heimat« ein diffuser Begriff. Man kann sich als Europäer, als Deutscher, als Bayer, als Schwabe oder als Augsburger bezeichnen. Das kann alles richtig sein. Aber je größer das Gebiet ist mit dem man sich assoziiert und als »Heimat« bezeichnet, desto schwächer ist eine innere emotionale Verbindung mit dieser »Heimat«.

Die Heimat von Stefanie Dirscherl befindet sich in einer ländlichen Gegend in der Nähe des Chiemsees. Zu dieser Gegend gehören auch Tiere und Menschen. Sie tragen nicht nur bei Volksfesten Tracht, dort ist es oft Arbeitskleidung. Das alles spiegelt sich auf den ausgestellten Bildern und Zeichnungen wider. Alle Bilder haben Benennungen in der dort üblichen Mundart. Die Künstlerin berichtete, dass dort innerhalb einer Entfernung von ungefähr 20 Kilometern unterschiedliche Mundarten gesprochen werden.

Die Ausstellung »Zamkemma« scheint wie eine Liebeserklärung der Künstlerin an ihre Heimat. Natürlich mit einer Prise Humor. Die Ausstellung kann noch bis 15. Oktober besucht werden.