Literatur

In 20 Büchern durch Europa

Juliana Hazoth
28. Mai 2021

 

Eine literarische Rundreise

Teil 1: Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz

Mit den Temperaturen steigt auch die Urlaubslaune und es zieht uns in die Ferne. Damit das Fernweh auch im heimischen Garten, auf dem nächstgelegenen Campingplatz oder am Baggersee erfolgreich gestillt wird, begeben wir uns in den kommenden Ausgaben von a3kultur auf eine vierteilige literarische Rundreise durch Europa. Von unserer Region aus starten wir mit Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz in den Westen. Zwischen Bergpanorama, Seenlandschaft und Sandstränden haben wir fünf passende Buchtipps für eine literarische Entdeckungstour zusammengestellt.

Sabine Weiß
(NL) Krone der Welt

686 Seiten, 2020
Erschienen bei Bastei Lübbe
www.luebbe.de

Einen Blick in die Vergangenheit gewährt Autorin und Geschichtswissenschaftlerin Sabine Weiß in ihrem großen historischen Roman »Krone der Welt«, der die vielen Facetten des aufstrebenden Amsterdams im 16. Jahrhundert zeigt und die Geschichte von drei jungen Geschwistern erzählt. Vincent möchte unbedingt Architekt werden, sein Bruder Ruben plant eine rebellische Karriere auf hoher See und ihre Schwester Betje ist eine talentierte Köchin.

Drei spannende Lebensgeschichten vor eindrucksvoller historischer Kulisse!

Mina Gold
(NL) Der Sommer der Inselblumen

608 Seiten, 2020
Erschienen bei Penguin
www.penguinrandomhouse.de

Charmantes Inselleben, Sandstrände und viel Sonne – all das bietet Mina Golds Urlaubsroman »Der Sommer der Inselblumen«. Kurzerhand zieht Protagonistin Anna von Hamburg auf die niederländische Nordseeinsel Texel, um dort den Traum vom eigenen Blumenladen zu verwirklichen. Auf große Begeisterung trifft sie nicht, doch ihre charmante ältere Nachbarin Roos und der sympathische Luuk greifen ihr unter die Arme.

Eine bezaubernde, leichte Sommerlektüre mit duftenden Blumen, salziger Meeresluft und einer Prise Liebe!

Laetitia Colombani
(FR) Das Haus der Frauen

256 Seiten, 2020
Erschienen bei S. Fischer Verlage
www.fischerverlage.de

Der französischen Schauspielerin und  Regisseurin Laetitia Colombani gelang mit ihrem Debüt »Der Zopf« auf Anhieb der Sprung auf die Bestsellerliste. Mit ihrem aktuellen Roman »Das Haus der Frauen« stellt sie ihr schriftstellerisches Talent erneut unter Beweis. Darin widmet sich Colombani der beeindruckenden Lebensgeschichte einer ganz besonderen Frau: Blanche Peyron, die in den 1920er-Jahren eines der ersten Frauenhäuser gründete.

Mit Blick auf das heutige Paris schafft die Autorin ein beeindruckendes Bild der Kraft, des Zusammenhalts und der Magie dieses Schutzorts – das Erbe Peyrons.

Stephan Haas
(B) Belgische Finsternis

336 Seiten, 2020
Erschienen bei Emons
www.emons-verlag.com

Düstere Spannung verspricht »Belgische Finsternis«, das Krimidebüt des belgischen Autors Stephan Haas. Ermittler Piet Donker wird aus Brüssel in eine kleine Provinzstadt in Ostbelgien versetzt, denn dort gibt es neue Erkenntnisse zu einem alten Cold Case. Vor 15 Jahren verschwand ein Jugendlicher – der Fall blieb ungelöst. Doch neue Indizien zeigen, dass es sich bei der Tat um keinen Einzelfall handelte.

Ein spannungsgeladener Lokalkrimi, der nicht nur Genrefans gefallen dürfte!

Pascal Mercier
(CH) Das Gewicht der Worte

576 Seiten, 2020
Erschienen bei Hanser
www.hanser-literaturverlage.de

Simon Leyland ist fasziniert von Sprachen. In seiner Arbeit als Übersetzer geht er ganz auf – bis sein Leben an einen Wendepunkt gelangt. Simon beginnt sich und sein bisheriges Leben zu reflektieren. Als Übersetzer überträgt er die Sprache anderer, doch er selbst blieb bisher stumm. Was ist seine Sprache, seine Worte? Dieser Frage geht der Schweizer Bestsellerautor Pascal Mercier in seinem neuesten Roman »Das Gewicht der Worte« nach.

Nach seinem Sensationserfolg »Nachtzug nach Lissabon« stellt er sich in der für ihn typischen Art erneut den großen Fragen des Lebens und erzählt dabei behutsam eine tiefgründige Geschichte.

Weitere Positionen

29. Juli 2021 - 11:48 | Anna Hahn

So befindet das Leitungsteam des Sensemble Theaters Anne Schuester und Dr. Sebastian Seidel. Im Rahmen von Teil 2 unserer Serie »Theater. Macht. Zukunft.« sprachen sie über veränderte Machtstrukturen an ihrem Haus, Demokratie in Entscheidungsprozessen und die Notwendigkeit eines öffentlichen Diskurses.

29. Juli 2021 - 10:43 | Anna Hahn

Unter dem Titel »Theater und Macht – Beobachtungen am Übergang« wurden unter anderem acht identische Fragen an zehn Intendant*innen und Leitungsteams aus deutschsprachigen Theatern gestellt. Mit dabei in der prominenten Runde: Kathrin Mädler vom Landestheater Schwaben und André Bücker vom Staatstheater Augsburg. Teil 1 der a3kultur-Reihe »Theater. Macht. Zukunft.«

29. Juli 2021 - 9:53 | Jürgen Kannler

Wie keine anderen Kulturorte stehen die Theater im Fokus der Diskussion um Machtmissbrauch und Hierarchiestrukturen. Start der neuen a3kultur-Reihe

27. Juli 2021 - 11:38 | Jürgen Kannler

Eine Innenstadt ohne Kulturorte ist verloren. Ein Kommentar von Jürgen Kannler

27. Juli 2021 - 10:07 | Fabian Linder

Stadtkultur mitgestalten – aber wie? Im Textil- und Industriemuseum lud das Netzwerk Degraux! zur Diskussion mit Playern institutioneller und freier Stadtraumgestaltung. Konkreter hätte es sein können, der getane Austausch aber: nötig und ein fruchtbares Experiment. Von Fabian Linder.

27. Juli 2021 - 10:06 | Jürgen Kannler

Auf diesen einfachen Nenner brachte Helge Schneider das Strandkorb-Festivalkonzept an der Augsburger Messe. Eine halbe Stunde nach dem Start brach der Entertainer entnervt seine Show ab und verließ samt Band die grotesk überdimensionierte Bühne.

26. Juli 2021 - 10:08 | Iacov Grinberg

In der Galerie Cyprian Brenner hat die neue Ausstellung »Wiedersehen mit der Gegenwart« ihre Pforten geöffnet. Sie zeigt Arbeiten von Christofer Kochs.

22. Juli 2021 - 10:22 | Renate Baumiller-Guggenberger

Die Open-Air-Operngala des Staatstheaters begeisterte die Zuschauer mit einem musikalischen Feuerwerk am Roten Tor.

21. Juli 2021 - 12:02 | Juliana Hazoth

Mit »Sara« erschien Ende Juni eine zeitgenössische Neuinterpretation des lateinamerikanischen Autors Sergio Ramírez, der darin die Geschichte der Frau Abrahams nacherzählt.

19. Juli 2021 - 14:43 | Renate Baumiller-Guggenberger

Mit einem sehr persönlichen, auch von der Corona-Erfahrung beeinflussten Solo-Programm »Bei mir« erfüllte sich der charismatische bayerische Liedermacher und TV-Moderator Werner Schmidbauer (»Gipfeltreffen«) kurz vor seinem 60. Geburtstag und nach langer Zeit im Duo mit Martin Kälberer das Bedürfnis, alleine auf der Bühne zu stehen. Am Sonntag gastierte er mit einer Doppelvorstellung im gut besuchten Parktheater.