Politik & Gesellschaft

Wasserfarben – Baden, Schwimmen, Abtauchen

a3redaktion
9. August 2020

 

Smaragdgrün: KAISERSEE
Nur 15 Minuten von der City aus in Richtung Mühlhausen geradelt, und schon erreicht man den Kaisersee. Klareres und erfrischenderes Wasser findet sich erst wieder in den Alpen. Hier ist der See der Nackerten. FKK-Pinoniere im Rentenalter teilen sich die Badebuchten mit jüngeren Sonnenanbetern. Auch bei Teilen der Gay-Community ist der Kaisersee recht beliebt. Eine schmale Halbinsel bietet bescheidenen Platz für Strandaktivitäten. Sanitäre Einrichtungen sucht man hier leider immer noch vergebens, da ist die Stadt gefordert.

Lindgrün: DER LECH
Warum die Augsburger ihren Lech so stiefmütterlich behandeln, obwohl doch von alters her aller Reichtum der Stadt ihm zu verdanken ist, bleibt ein Rätsel. Auf seiner Reise durch die Stadt sperrt man ihn förmlich aus, gönnt den Menschen an seinen Ufern kaum einen Blick. Die Versuche, dies mit Projekten wie der Lechhauser Floßlände zu ändern, sind eher zaghaft. Seine wunderbaren Kiesbänke sind oft nur über halsbrecherische Routen zu erreichen. Wer den Sprung doch wagt, der wird mit dem Blick in eine Welt belohnt, wie man sie kaum in der Stadt vermuten würde. Flirrendes Licht, stille Altwasser, erfrischende Strömungen und Millionen von flachen Kieselsteinen, die nur darauf warten, über den lindgrünen Wasserspiegel zu springen. 
Dunkelgrün: DERCHINGER BAGGERSEE
Vor Jahren hatten wir einen Garten am Waldrand in Miedering. In dieser Zeit lernte die Familie den Baggersee am Rande des Derchinger Industriegebiets lieben. Zwischen Wasserwachthäuschen und Imbissbude finden sich Spielplatz, Sandkasten und Liegewiese. Ein Holzsteg lädt zu akrobatischen Sprüngen ins kühle Nass und eine künstliche Insel in der Mitte des Sees gibt dem Schwimmer Orientierung und Ziel. Wem nach mehr Ruhe ist, findet diese am langen Südufer. Abgeschiedenheit versprechen schattige Oasen auf der Landzunge, die den Freizeitbereich des Sees vom naturbelassenen Teil trennt. Und dazwischen blühen die Seerosen.

Kieselgrau: SANDSEEN Unser Lechtal ist gesegnet mit zahllosen offen gelassenen Kieshalden, die heute auf unterschiedlichste Art von den Menschen genutzt werden. Hier finden alle ihren Ort des Glücks, egal ob Schwimmer, Angler, Planscher, Wakeboarder, Sonnenbader oder Taucher. Im nördlichen Teil unserer Region setzen die Badeseen und Weiher bei Sand eine sommerliche Landmarke, die man empfehlen kann. Das Spektrum der Strände reicht dabei von kindgerecht bis abenteuerlich.

Himmelblau: FREIBAD KUTZENHAUSEN
In diesem Paradies, zu dem auch Erwachsene für 2,50 Euro Eintritt Zugang erhalten, scheint die Zeit stehen geblieben. Die Menschen hier lieben das Bad, sie brauchen keinen Eventspielplatz. Vom 40 Meter langen Schwimmerbecken wird der Lern- und Tobebereich durch ein simples Gatter getrennt. Auf der Terrasse über dem großen Wasser finden wir Babybecken, Spielplatz, Imbissbude und Wasserwachtstation sowie gnädigen Schatten unter alten Bäumen. Besonders schön ist das Bad, wenn die Gewitterwolken aus dem Allgäu kommend den Horizont nur sanft berühren und die Sonne brennt. Nach einigen Bahnen eine Radlermass für 5 Euro und versonnen aufs funkelnde Wasser blicken. Super!

Sumpfgrün: DER EISKANAL
Dort, wo die Trainingsstrecken der Kajakfahrer zu Ende sind, beginnt der längste Strand der Region. Er ist an den Ufern des Eiskanals und seinen Ableitungen zu finden. Weit mehr als 10 Kilometer werden es sein, und einige davon sind schon recht passabel erschlossen. Wellenreiter und Kunstspringer sind hier zu finden. Man kühlt sich ab oder lässt sich gemütlich-genüsslich von Süden nach Norden durch die Stadt treiben.

Gelbgrün: MANDICHOSEE
Als Farbe dieses Lechstausees zwischen Königsbrunn und Mering könnte man getrost auch Weiß nennen. Schließlich ankert hier die Flotte der Region. Einige Dutzend Segelschiffe verschiedenster Typen haben im Mandichosee ihren Heimathafen. Dazu gesellen sich Windsurfer und Stand-up-Paddler. Es ist schon etwas los hier. Dem Treiben wird die Infrastruktur mit Imbissbude und Biergarten gerecht. Die Natur kommt im südöstlichen Teil des Stauwassers zu ihrem Recht. In diesem geschützten Bereich liegen höchstens einige kleine Fischerboote. 

Olivgrün: MANDLACHSEE 
Ein Kleinod mit Wasserwachtstation im Bauhausstil. Südlich von Pöttmes liegt der durch den Obermühlenbach aufgestauten See. Großzügige Liegewiesen, Spielplätze für Groß und Klein an den Ufern und eine Badeinsel im See. Den Kiosk betreibt der örtliche Angelsportverein und daneben liegt der Jugendzeltplatz des Landkreises Aichach-Friedberg.

Gold: GABLINGER BADESEE
Nicht ganz einfach zu finden duckt sich dieser kleine Baggersee in das Schmuttertal. Die große Attraktion für die Kleinen ist ein Streifen feiner Sand am Ufer bei der Liegewiese. Golden glitzert es hier, wenn die Abendsonne auf das Wasser trifft und die ganz Jungen im Batz spielen. Die etwas Älteren machen derweil mit dem Floß die angrenzenden Meere unsicher. 

Bild: Unterwasserszene Freibad Kutzenhausen / Foto: Jürgen Kannler

 


 

 

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