Film

»Trash Detective« in Not

Thomas Ferstl
17. Februar 2015

In dem schwäbischen Dorf Matringen kennt jeder den Schrottbastler, Außenseiter und Trinker Uwe (Rudolf W. Brem), aber keiner glaubt dem Schwätzer auch nur ein Wort. So auch nicht, als Uwe überzeugt ist, einen Mord an der örtlichen Schönheitskönigin Susi Berger beobachtet zu haben. In seiner Ahnung alleine gelassen, unternimmt Uwe die Ermittlungen auf eigene Faust und dringt immer tiefer in die dunklen Wahrheiten ein, die unter der idyllischen Kleinstadtidylle Matringens vergraben liegen.

Der erste Drehblock in Ludwigsburg/Stuttgart liegt bereits zwei Jahre zurück und kam ursprünglich lediglich über Spenden und Sponsorings zustande. Mit dem Material dieser 20 Drehtage konnte der Produzent und gebürtige Augsburger Dominik Utz jedoch den SWR und den Camino Filmverleih für das Projekt begeistern. Um dem Film den letzten Feinschliff zu verpassen, hätten im vergangenen Dezember noch Nachdreharbeiten anstehen sollen. Doch dann kam die erschreckende Meldung: Hauptdarsteller Brem ist an Lungenkrebs erkrankt. Die logische Folge: Drehabbruch. Dadurch sind dem Team aber zusätzliche Unkosten entstanden, die mit dem aktuellen Budget dieses studentischen Projekts nicht aufzufangen sind.

Aus der Not heraus wendete sich Produzent Utz nun an unsere Redaktion und damit indirekt an Sie, liebe Leser. Die Nachdreharbeiten in Augsburg sollen am Freitag, 20. und Montag, 23. Februar, stattfinden. Das Team hofft nun auf die Unterstüzung der Bevölkerung, um das Projekt zu Ende bringen zu können. »Womit uns sehr geholfen wäre, ist ein Wohnmobil für Herrn Brem, in dem er sich bei Drehpausen zurück ziehen kann. Aber auch Unterstützung bei Catering (und wenn es nur ein paar Leberkäs-Semmeln sind), Übernachtungen für auswärtige Schauspieler und Teammitglieder oder generell Fahrzeuge (Sprinter & PKW) würden uns enorm helfen. Und zu guter Letzt natürlich auch Geld. Da die Filmakademie Baden-Württemberg als gemeinnützige Organisation dazu berechtigt ist, Spendenquittungen auszustellen, könnte das vielleicht auch für den ein oder anderen Unternehmer interessant sein. Aber auch Firmenlogos könnten wir im Filmabspann platzieren, wodurch sich ein gewisser Werbeeffekt erzielen ließe«, schrieb uns Utz in einer Email.

Wenn sie die Produktion in irgendeiner Form unterstüzen können und wollen, wenden Sie sich an:
filmakademie@domar-film.de oder Tel.: 0157 51 04 06 03

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