Festival

Stadtgeschichten

a3redaktion
18. Dezember 2018

Ausgehend von Brechts Gedichtzyklus »Aus dem Lesebuch für Städtebewohner« (1926/27) präsentiert das »Brechtfestival für Städtebewohner*innen« ein genreübergreifendes Programm aus Theater, Performance, Literatur, Musik, Vorträgen und Workshops. Es ist das letzte unter der Leitung von Patrick Wengenroth. »Erstmals ein Team – das Brechtfestival 2020 soll von den beiden Regisseuren Tom Kühnel und Jürgen Kuttner geleitet werden, wenn es nach den Plänen von Kulturreferent Thomas Weitzel und der Regierungskoalition im Augsburger Rathaus geht.« So war es kurz vor der Brecht-Programmpräsentation in der Augsburger Allgemeinen zu lesen.

2019 legt Wengenroth einen Schwerpunkt auf Produktionen, die in ihrer Ästhetik und mit kollektiven Arbeitsweisen Brechts Theatertheorie und -praxis weiterführen. Das Staatstheater Augsburg ist mit der Premiere von »Baal« am Programm beteiligt. Regisseurin Mareike Mikat unterzieht den Text einem Stresstest aus dem Blickwinkel unserer Gegenwart. Das Junge Theater Augsburg arbeitet mit »Home is where the heart is« die deutsch-amerikanische Stadtgeschichte auf. »Electronic City« von Falk Richter spielt in einem elektronischen Metropolis, einer globalen Stadt, die von der universalen Dienstleistungsindustrie beherrscht wird. Am Sensemble Theater feiert das Stück in einer Inszenierung von Sebastian Seidel Premiere. Bluespots Productions lädt mit »Shitty City« zu einem zehnteiligen Parcours durch Augsburg ein, der die Gedichte aus dem »Lesebuch«-Zyklus in Szene setzt. Das Theter Ensemble befasst sich mit einem weiteren wichtigen Gesellschaftsanalytiker und -kritiker des 20. Jahrhunderts: Rainer Werner Fassbinder. In der Neuinszenierung von »Anarchie in Bayern« geht es um die gesellschaftliche Kraft von Bedrohungsszenarien.

Zur Eröffnung ist das Berliner Ensemble mit der Dokumentartheater-Arbeit »Auf der Straße« der Regisseurin Karen Breece zu Gast. Breece ging der Frage nach, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Zum Festivalfinale trifft ein hochkarätiges Ensemble mit Jasna Fritzi Bauer, Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Heiko Pinkowski und Grimme-Preis-Träger Devid Striesow auf den Romantext »Unendlicher Spaß« von David Foster Wallace. Dieser thematisiert den an seinem Wohlstand und den Überforderungen der Gegenwart zugrunde gehenden Menschen der westlichen Welt. Weitere Theater- und Performancekunst bieten das Virtual-Reality-Stück »Antigone::Comeback« von Raum+Zeit, »Oratorium« von She She Pop, »Böse Häuser« von Turbo Pascal und »Colonia Digital – The Empire feeds back!« von andcompany&Co.

Weitere Infos und das komplette Programm im Überblick finden Sie unter:
www.brechtfestival.de

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