Ausstellungen & Kunstprojekte

Sommer-Kunstprojekt auf dem Elias-Holl-Platz

Anna Hahn
17. August 2021

Der renommierte Saarbrücker Bildhauer Martin Steinert baut in Augsburg seine Installation »like a shell of nut«.

Für gewöhnlich heißt es beim Umgang mit Kunst »Finger weg! Nicht berühren!« Nicht so bei Martin Steinert, der vom 19. August an auf dem Elias-Holl-Platz, vor der beeindruckenden Kulisse der Rückseite des historischen Augsburger Rathauses, eine große Skulptur errichtet: Die Installation »like a shell of a nut« wird eine einzigartige temporäre Holzinstallation für Augsburg. Es wird eine Schale wie die einer Nuss entstehen. Und die Besucherinnen und Besucher sind dazu aufgefordert, mit dem international anerkannten Bildhauer beim Bau seiner Skulptur ins Gespräch zu kommen. Sie können die einzelnen Holzlatten der Konstruktion beschriften und somit Teil des Kunstwerks werden.

Martin Steinert beginnt am 19. August mit den Arbeiten auf dem Elias-Holl-Platz. Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 26. August um 18 Uhr statt, mit musikalischer Begleitung durch das Ensemble »Mehr Musik!« unter der Leitung von Iris Lichtinger. Der Augsburger Kulturreferent Jürgen Enninger hält die Laudatio.

»Ich freue mich auf die Augsburgerinnen und Augsburger und auf die Gespräche mit ihnen«, so Martin Steinert. »Es wäre schön, wenn die Skulptur zum Stimmungsbild der Stadt würde. Machen Sie Ihre Gedanken zu einem Teil der Skulptur und die Skulptur zu einer Momentaufnahme der allgemeinen Stimmung«, so seine Aufforderung. Etwas auf den Punkt bringen, heißt eine Redewendung im Englischen: say it in a shell of nut. Und das gerne beim Entstehen der »shell of nut«.

Die Skulptur auf dem Elias-Holl-Platz wird ca. 10 bis 12 Meter lang, vier Meter hoch und voraussichtlich fünf Meter breit. Sie wird mit ca. 1 800 laufende Meter Holzlatten und 5 000 Edelstahlschrauben schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Tonnen wiegen und über rund drei Wochen von Martin Steinert aufgebaut. Der Elias-Holl-Platz, der Ort der Installation, wird durch Beschriftung der Holzlatten zum Kommunikationsort. Die optische und diskursive Teilnahme am Entstehungsprozess der Skulptur über mehrere Wochen führt im Idealfall zu einer Resonanz mit der Kunst im öffentlichen Raum, bietet Anregung und Anlass zum
Gespräch und trägt wesentlich zur wichtigen Identifikation mit unserem Gemeinwesen bei.

Steinert realisierte bisher siebenmal in Europa und im Nahen Osten seine beeindruckenden Holzskulpturen: in Saarbrücken, St. Petersburg, Berlin, Paris, Ramallah, Prag und Tirana. Und nun Augsburg als eine Anlehnung an dieses Projekt.

Die Skulptur wird bis 17. Oktober 2021 zu sehen sein.

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