Film

Nachts, wenn der Teufel kam

Thomas Ferstl
30. März 2020

Hamburg, 1944: Die Kellnerin Lucy (Monika John) wird ermordet aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen kommt Kriminalkommissar Axel Kersten (Claus Holm) kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs einem jahrelang unentdeckt gebliebenen Serienmörder auf die Spur: Der geistig beeinträchtigte Bruno Lüdke (Mario Adorf) soll für die Frauenmorde verantwortlich sein. Doch der Fall wird von den Nazis vertuscht.

»Nachts, wenn der Teufel kam« von 1957 ist ein klassischer Film noir, den Regisseur Robert Siodmak mit seinem Kameramann Georg Krause beklemmend dicht umgesetzt hat. Vor allem der junge Mario Adorf brilliert als unheimlicher Massenmörder – eine Rolle, die ihn deutschlandweit bekannt machte und in den folgenden Jahren auf das Fach des Schurken festlegte. Einer der wenigen kritischen Filme der Nachkriegszeit, der unverhohlen mit der Nazivergangenheit abrechnet.

Der Film ist bis 21. April  kostenlos verfügbar unter:
www.arte.tv

Foto: Beta Film

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