Tanz

Messiaen in Tanz

Gastautor

Oliver Messiaens »Quartett auf das Ende der Zeit« zählt zu den kammermusikalischen Meilensteinen des 20. Jahrhunderts – komponiert von Messiaen als Insasse des deutschen Kriegsgefangenenlagers »Stalag« VIII. Dort fand am 15. Januar 1941 auch die Uraufführung des Stücks für Klavier, Violine, Violoncello und Klarinette statt. Wie an einem solchen Ort der Unfreiheit und der Gefangenschaft ein derartig vielfältig und freies Werk entstehen kann – daran wagt sich tänzerisch das TAIMkollektiv und erschafft in Reflektion von Stimmung, Rhythmik und Instrumentenklang, in Körperausdruck und Raumerkundung eine bewegte Suche nach dem Stillstand der Zeit. Zu sehen am Freitag, 21. September (20 Uhr), auf der Theaterbühne des abraxas. Ein Tanzwerk, das in eingehender Recherche und einer Residenz am Entstehungsort des Musikstücks entstanden ist, und das in einer respektvollen wie berührenden tänzerischen Synthese eine neue Perspektive auf die Musik zu vermitteln vermag.

www.taimkollektiv.de