Ausstellungen & Kunstprojekte

Kunst|Stadt|Klang

a3redaktion
12. September 2016

Zum ersten Mal findet auf dem stillgelegten Gaswerk-Areal in Augsburg-Oberhausen ein Festival mit Eventcharakter statt, das auch ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst zeigt. Für vier Tage wird das gesamte Gelände des Gaswerks in einen großflächigen Kunstraum verwandelt, in dem eine Vielzahl an Ausstellungen, Installationen, Performances und Konzerte stattfinden. Asche zu Farbgut soll einen Ausblick darauf ermöglichen, wie das alte Industriegelände zu einem Kreativ-Areal für alle verwandelt werden kann.

Mit dem Festival präsentieren sich sechs Augsburger Kultur­institutionen: Orangerie, Künstlergruppe 38/40 aus dem Kulturpark West, In Your Face, City Club, Die Bunten und die Gaswerksfreunde. Durch die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen soll nicht nur die industrielle, sondern auch gesellschaftliche »Asche zu Farbgut« umgewandelt werden.

Orangerie gestaltet Festival-Zentrum

In der Mitte des großen Gaswerkareals auf dem Außengelände wird das Festival-Zentrum entstehen. Hier können die Besucher*innen essen, trinken und feiern. Im Kühlergebäude wird außerdem eine einladende Bar mit »Orangerie-Charme« durch Lichtinstallationen, grafische Werke und virtuose Klänge entstehen. In den Räumen der alten Schlosserei wird die Gruppe handverlesene Medienkunstwerke und im kleinen Scheibengasbehälter experimentelle Performance-Kunst präsentieren. Sehr gespannt sein darf man auch auf spontane künstlerische Interventionen überall auf dem Gelände. Die Orangerie wurde 2010 von Künstler*innen und Kulturschaffenden der Fakultät für Gestaltung in Augsburg gegründet. Als Kulturnomaden bespielen sie mit einem offenen Kunst- und Kulturkonzept immer wieder temporär leer stehende Räume. Bekannt geworden ist die Gruppe spätestens durch die Gestaltung der Brechtfestival-Zentrale 2014 in der ehemaligen Oberpostdirektion in der Grottenau. Sie wurde bespielt mit allem, was die regionale und überregionale Kulturszene hergab. www.orangerie.cc

Zahlreiche Konzerte

Sowohl auf der Hauptbühne im Außenbereich als auch auf einer Bühne im Kühlergebäude, die vor allem abends bespielt wird, gibt es stilistisch ein breit gefächertes Spektrum von Electro, Jazz, Funk, Hip-Hop, Post-Punk, Alternative, Dream-Pop und Crossover. Neben Bands aus der lokalen Musikszene  performen Bands aus München, Berlin und Zürich wie Cats & Breakkies, Blue Haze, Festkörper, Dot, Moon Transit, Fräulein Brecheisen als Duo und San Antonio Kid. Als Highlight gilt Egopusher, ein Geigen-Schlagzeug-Duo, bei dem die Gegensätze im Zentrum stehen: Die mürrische, poetische Geige trifft auf den wuchtigen Charakter des Schlagzeugs.

Partys und Lounge

Der City Club organisiert die Aftershow-Partys am 16. und 17. September und gestaltet hierfür den Scheibengasbehälter neu mit Bars, Bühne und DJ-Pult. Auf dem Außengelände wird durch Essensangebote, überdachte Sitzgelegenheiten, originelle Gestaltung und Beleuchtung eine entspannte Atmosphäre zum Verweilen, Ruhen und Zusammensein geschaffen. www.cityclub.name

Momentbezogene Darbietungen der Künstlergruppe 38/40

Die Künstler*innen aus dem Kulturpark West treten unter anderem mit Anna Winter an. Die Artistin ist mit einer aufregenden Trapezperformance im Gaskessel ebenso dabei wie die Ausdruckstänzerin Kathrin Knöpfle. Wer schon immer selbst Sujet eines modernen Kunstwerks werden wollte, hat als Besucher*in die Chance, sich im Œu­v­re von Christian Dolleschel zu verewigen. Unter dem Motto »Eine Minute für die Kunst« wird er titelgetreu sekundenschnelle Porträtskizzen vom Publikum anfertigen und daraus eine Collage gestalten. Des Weiteren zeigt die Künstlergruppe Rauminstallationen sowie Live-Musik. www.kulturparkwest.de

Eine Vielfalt an Ausdrucksformen – In Your Face

Ob Fotografie, Malerei, Grafik oder Graffiti, Streetart, Bildhauerei, digitale Kunst oder Musik – alle Ausdrucksformen sind vertreten und werden einem breiten Publikum vorgestellt. Gegründet im September 2011 hat sich IYF mit einer Vielzahl regionaler und überregionaler Events und Kunstausstellungen einen Namen gemacht und steht für ausgefallene Konzepte, umgesetzt in Off-Locations – Augsburger Räumen, die nie vorher bespielt wurden. 2013 wurde IYF mit dem Popkulturpreis ROY als Programmmacher des Jahres in Augsburg ausgezeichnet. www.in-your-face.net

Die Kunst erobert den Raum – Die Bunten

Beispielhaft für die kreativorientierte Neugestaltung des alten Industriegeländes zeigen Sebastian Giussani und Daniel Man vom Verein »Die Bunten« spielerisch, wie Kunst den Raum durchsetzen kann. Irgendwo zwischen Rauminstallation und Aktionskunst laden die beiden Augsburger Künstler mit ihrem interaktiven Werk »Wollfront« die Besucher*innen in das Ofenhaus ein, selbst mit Wollknäueln auf Stacheldraht zu schießen und es so weiterzuführen. Ansonsten wird der »Verein zur Förderung der Graffiti-Kultur« auf dem Festival farbenfroh mitmischen. Gesprüht und gemalt wird auf fest installierten Objekten, Zellophan und auf allem, was besprüht werden soll und darf. www.die-bunten.de

Gaskessel und Museum

Die »Freunde des Gaswerks« werden ihr Museum öffnen und ihre beliebten Führungen durch das Gelände und auf den großen Gaskessel anbieten. www.gaswerk-augsburg.de

Der Kartenvorverkauf für das Festival läuft. Das Festivalticket (4 Tage) kostet 25 Euro. Tagestickets für den Donnerstag, Freitag und Samstag sind zu einem Preis von 10 Euro erhältlich, sonntags werden 5 Euro fällig. Kinder bis einschließlich 12 Jahre sind frei. Die Tickets sind gleichzeitig Kombitickets für den ÖPNV und gelten an den Veranstaltungstagen jeweils zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis Betriebsende als Fahrkarten in den Bussen und Trams der avg in den Zonen 10 und 20 (keine Nachtbusse).

Weitere Infos zum Festival gibt es unter:
www.aschezufarbgut.de

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