Ausstellungen & Kunstprojekte

KunstRaum Friedberg

Anna Hahn
7. September 2021

Im wunderschönen Park rund um das Wittelbacher Schloss in Friedberg sind seit 3. September vier Kunstobjekte zu entdecken.

»Game over« steht auf einem großen bunten Holzschild direkt neben der Fahrbahn der B300 auf dem Weg nach Friedberg. Zunächst könnte man meinen, das Schild gehört zu den zahlreichen bekannten Protestschildern, die sich entlang der Lärmschutzwände aneinander reihen.Anwohner*innen protestieren darauf seit vielen Jahren gegen die Verkehrssituation direkt hinter ihren Gärten. Aber nein, das grellbunte Schild auf dem Parkplatz, ist Teil des KunstRaum in Friedberg, eine Outdoor-Ausstellung im Schlosspark. Der genaue Betrachter sieht bei dem Schriftzug auch ein kleines Sternchen hinter dem letzten Buchstaben. Auf der Rückseite der Bretterwand setzt sich schließlich die Botschaft fort. Daniel Man ist Erschaffer dieses Objekts, das für die vorbeifahrenden Autofahrer*innen das erste zu entdeckende Ausstellungsstück des KunstRaums ist.

Beginn des Rundgangs um das Schloss markiert bei der Vernissage aber Christiane Osanns Figur mit Maske aus Pappelholz. Die aus Derching stammende Künstlerin weist daraufhin, dass das Thema ihres Werkes bereits vor Corona entstand. Das erste Mal entwickelte Osann dieses Motiv im Zweiten Lehrjahr der Schnitzschule in Garmisch-Partenkirchen 1996. Ziel war es einen Preis für schauspielerische Darstellungen zu entwickeln. Die zwei Meter große Figur steht in bester Lage direkt neben der Schlossbrücke.

Mit dem Klimawandel beschäftigt sich Stefan Kreppolds roter Fächer aus Holz mit dem Titel »Weil’s wärmer wird«. Das Werk des Biolandwirts aus Aichach ist gegenüber eines Teichs gelegen und unterhalb eines kleinen Turms, in Mitten des idyllischen Parks.

Nähert man sich dem Schloss von südöstlicher Seite stechen allen Besucher*innen die roten »Drei Rosen« von Sigi Zecherle aus Untermauerbach ins Auge. Zecherles Werk aus Fichtenholz steht vor traumhafter Kulisse direkt unterhalb der efeuumrankten Mauer rund um das Schloss. Zecherles Vita ist wie auch sein Werk lebendig: Der Künstler lebte 15 Jahre in einer Waldhütte, dort wo eigenen Angaben nach, des Künstlers Seele zu Hause ist: mitten in der Natur, im Wald und bei der Arbeit mit Holz ...

Die Ausstellung findet im Rahmen des »Kultursommers Aichach-Friedberg« (gefördert durch das Bundesprogramm »Neustart Kultur«) statt und ist noch bis 14. November im Park des Wittelbacher Schlosses kostenlos zu sehen.

www.friedberg.de

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