Club & Livemusik
Jazz

Kratzen, Schaben, Soundsprengsel

a3kultur-Redaktion

Neue Reihe für experimentelle Musik: AfIMA ist die Weiterevolution von FfIMA, dem Festival für Improvisierte Musik Augsburg. Am Freitag, 5. November, geht es in der Kresslesmühle los – mit Eric Zwang-Eriksson, Udo Schindler und Gerald Fiebig.

AfIMA ist das Spin-off oder besser: die Weiterevolution von FfIMA, dem Festival für Improvisierte Musik Augsburg. Das neue »A« am Kürzelanfang steht für »Abend«, und so wird AfIMA zum ersten Abend für Improvisierte Musik. Dieser findet in der Kresslesmühle statt, in den ersten zarten Tiden des Novembers, nämlich am Freitag, 5. November. Geplant sind zukünftig drei bis vier Abende im Jahr mit jeweils zwei Acts. Und so verhält es sich auch bei AfIMA I: der erste Abend der neuen Konzertreihe wird gestaltet von Gerald Fiebig vs. His No-input Mixers und der spannenden Duo-Kombination Udo Schindler – Eric Zwang-Eriksson.

Fiebig lockt Fieb- bzw. Feedbacks aus kurzgeschlossenen Mischpulten, dazu kommen chaotisch agierende Effektgeräte und zufällig ausgelöste Samples. Elektronische, elektrische, elektrifizierende Improvisation, »dass es der Sau graust und dem Menschen gefällt« (Zitat Wiener Impro-Fachblatt freiStil). Die zwei Zweiten im Bunde sind Udo Schindler und Augsburgs experimenteller Percussion- und Schlagwerkmagier Eric Zwang-Eriksson. Zwang-Eriksson reibt und kratzt an Trommelfellen, lässt Gegenstände klirren, reibt und schabt an Rhythmen und rhythmischen Möglichkeiten und erforscht perkussive Klangwelten. Dazu dann Schindler: Der legt los mit Kornett, Saxofon, Bassklarinette oder Tuba, lässt die Instrumente experimentell krächzen, schnaufen, Melodiesprengsel stöhnen und flirren. Geräusch trifft auf Freejazz, Sound auf Spieltechnik. Es sind der Möglichkeiten: kein Ende. Keine Frage: Fiebig, Zwang-Eriksson und Schindler machen die Kresslesmühle zur Krazymühle. Beginn des Konzerts: 20 Uhr.
www.kresslesmuehle.de