Ausstellungen & Kunstprojekte

Junge Cellinis

Anna Hahn
8. September 2021

Internationaler Nachwuchs der Gold- und Silberschmiede präsentiert 58 Wettbewerbsarbeiten im Schaezlerpalais.

Der Internationale Nachwuchs der Gold-und Silberschmiede präsentiert 58 Wettbewerbsarbeiten, von denen zehn prämiert wurden, zum Thema »Einschnitt« in einer kleinen Ausstellung im Café und Liebertzimmer im Schaezlerpalais Augsburg. Zum 15-jährigen Bestehen des »Jungen Cellini« startet die Wanderausstellung diesmal in Augsburg, einer Stadt mit langer Goldschmiede-Tradition von hoher Qualität.

Der Internationale »BenvenutoCellini« Wettbewerb für Gold-und Silberschmiedemeister wird seit mehr als 50 Jahren ausgeschrieben. Zusätzlich gibt es seit 2006 den „Jungen Cellini“, eine Initiative der Augsburger Goldschmiedemeisterin Uta Werner-Dick. Benvenuto Cellini (1500-1572), nach dem der Wettbewerb benannt ist, war übrigens ein bedeutender Goldschmied und Bildhauer der italienischen Renaissance.

Ziel des Wettbewerbs ist es, eine zeitbezogene Schmuckauffassung in die Öffentlichkeit zu tragen unddie Handwerkskunst vom marktorientierten Massenprodukt abzuheben. Diese Zielsetzungen hat sich auch der Nachwuchswettbewerb zu Eigen gemacht, der sich besonders in diesem Jahr durch eine überdurchschnittliche Ideenvielfalt und höchst spannende Wettbewerbsarbeiten auszeichnet.

Geschuldet ist dies wohl auch dem Thema »Einschnitt«, das den Nerv der Zeit getroffen hat. Die Pandemie als Bruch im Lebenslauf und vor allem als noch nie dagewesene Erfahrung, hat die jungen Künstlerinnen und Künstler dazu animiert, expressive Schmuckstücke zu schaffen. Corona als Zündschnur für Werke, die sich mit Einschnitt und Veränderung befassen, gesellschaftlich-politisch, aber auch wirtschaftlich-kulturell.

Künstlerisch verarbeitet wurden bei den Wettbewerbsobjekten die Nuklearkatastrophe von Fukushima, der deutsche Mauerfall, der Streitfall Bahnhofsumbau Stuttgart 21 oder die Wahrnehmung der »Beschneidung der eigenen Freiheit«.

Die Ausstellung ist ab 12. September bis 10. Oktober im Café und Liebertzimmer im Schaezlerpalais zu sehen.

www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de

 

 

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