Film

IN:JOY

Max Kretschmann
28. Januar 2020

Mit dem Staatstheater verbindet man wohl in erster Linie die darstellenden Künste. Doch Schauspiel findet hier gewöhnlich auf den Bühnen statt und nicht auf der Leinwand. Sebastian Baumgart, der seit sieben Jahren in Augsburg schauspielert, wollte diesen Zustand offenbar auflockern. Mit einer Drehbuchidee für einen Kurzfilm wandte er sich eine seine Kollegin Ana Wybkea Guschke: Er wollte das Leben einer jungen Frau mit Depression skizzieren, doch ohne dabei zu sehr in einen erzählenden Stil zu verfallen. Gemeinsam mit Sophia Cecco, die sich mit Kameraführung und Schnitt auskennt, entwarfen sie allerdings ein anderes Bild. Nicht mehr Depressionen sollten im Vordergrund stehen, sondern die Frage nach dem Glück im Alltag überhaupt. Ana Wybkea Guschke sollte deshalb eine »normale« junge Frau Ende Zwanzig porträtieren.

Wichtig war den Produzenten, dass es zu keinem Klimax komme, ja alle narrativen Mittel möglichst zurück gefahren werden. Stattdessen soll das Publikum unmittelbar empfinden, wahrnehmen und erleben. Um dieser Handlungslosigkeit einen weiteren affektiven Anstrich zu verleihen, gibt es keine Rede, stattdessen bedienen sich die Produzenten des filmischen Mittels der Musik, die Julian Kuhrdt bereitstellt. 

Die Ergebnisse dieses engagierten Experiments »IN:JOY« können Interessierte kostenlos am 1. Februar um 19 Uhr in der Brechtbühne im Gaswerk erleben, wo der Kurzfilm seine Weltpremiere feiert. Aufgrund des begrenzten Kontingents an Sitzplätzen ist es sinnvoll, sich vorab eine kostenlose Platzkarte im Besucherzentrum des Staatstheaters am Rathausplatz zu besorgen.

www.staatstheater-augsburg.de/in_joy

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