Klassik

Hochkarätig besetzte »Walküre«

Dieter Ferdinand
27. Februar 2019

»So verfluch‘ ich die Liebe«, singt Zwerg Alberich im »Rheingold«, dem ersten Teil der Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner. Macht und Liebe schließen sich aus. Alberich raubt den Rheintöchtern das reine Gold und lässt den Ring schmieden, der ihm »Macht ohne Maß« verleihen soll. Später verflucht er den Ring: »Wer ihn besitzt, den sehre die Sorge, und wer ihn nicht hat, den nage der Neid …« In seiner großen Erzählung im zweiten Aufzug der »Walküre« schildert Göttervater Wotan die Geschichte des Alberich-Fluchs und dessen Folgen auch für ihn selbst.

Der zweite Teil der Tetralogie »Die Walküre« wird am Karsamstag als Benefizveranstaltung für die Sanierung des Staatstheaters Augsburg im Kongress am Park konzertant aufgeführt. Richard Wagner knüpfte an die griechische Tragödie an, die »Orestie« von Aischylos war sein großes Vorbild. »Der Ring des Nibelungen« wird nicht nur in Bayreuth, sondern in vielen Opernhäusern der Welt gespielt. Bei der Augsburger Aufführung spielen die Philharmoniker unter GMD Domonkos Héja, international profilierte Wagner-Sänger*innen verzichten zugunsten der Theatersanierung auf ihre Gage.

Eines der größten Opernhäuser, in dem schon sehr lange Wagner gespielt wurde und weiter wird, ist die New Yorker Metropolitan Opera. Vor den Nazis flohen viele jüdische Menschen in die USA, darunter auch eine große Anzahl Musiker*innen. So bildete sich an der Metropolitan Opera in New York ein herausragendes Wagner-Ensemble heraus. Während der NS-Zeit und auch im 2. Weltkrieg wurde dort immer wieder Wagner gespielt, eben auch der »Ring des Nibelungen«. Geflüchtete Sänger*innen und Dirigenten brachten das Gesamtkunstwerk auf die Bühne.

Für die Benefizveranstaltung am 20. April gibt es noch Karten im Vorverkauf. Der konzertanten Aufführung der »Walküre« ist ein guter Besuch zu wünschen.

www.staatstheater-augsburg.de/die_walkuere

Abbildung: »Walküren (Valkyrien)«, Gemälde des norwegischen Malers Peter Nicolai Arbo aus dem Jahr 1865

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