Ausstellungen & Kunstprojekte

Friedensgewebe

a3redaktion
10. März 2016

Die Veranstaltungsreihe läuft mit 20 Ausstellungen und weiteren 40 Begleitveranstaltungen in 25 Mitgliedsstädten von »STADTKULTUR«. Sie behandelt Textilien aus einer künstlerisch-kulturellen Perspektive und fragt nach, wie mit der Materialität und den Qualitäten von Gewebe in der Bildenden Kunst, im Design und in der Architektur umgegangen wird. In Ausstellungen werden zeitgenössische bildende und angewandte Künstlerinnen und Künstler vorgestellt, die mit Textilien arbeiten und eine Brücke schlagen zwischen internationalen, regionalen und lokal verorteten Techniken und Traditionen. In weiteren Veranstaltungen, z. B. Vorträgen über Architektur, Do-it-Yourself-Workshops, Tanz-Performances, Podiumsdiskussionen zur Textilproduktion oder Modeschauen sollen neben kunst- und kulturwissenschaftlichen auch kreativwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Aspekte thematisiert werden.

13. März bis 30. JuniThomas Weil: Give Peace A Chance (Foto)
»Give Peace A Chance« von Thomas Weil ist ein interaktives Kunstwerk: Menschen, die ihrem Wunsch nach Frieden Ausdruck verleihen wollen, wählen aus den vorbereiteten Textilien eines aus und schreiben ihren Friedenswunsch darauf. An 14 Seilen, gespannt zwischen der Stadtpfarrkirche St. Jakob und der Archivgalerie werden diese Stoffstücke sukzessive aufgehängt. Das Kunstwerk nimmt im Laufe des Prozesses eine immer dichter werdende und nie endgültige Form an. Dieses Projekt wird zusammen mit der Veranstaltungsreihe »Gewebe. Textile Projekte« am 13. März um 11:30 Uhr eröffnet.

13. März bis 30. Juni Brigitte Kronschnabl: Mi Shu
Die Installation »Mi Shu« von Brigitte Kronschnabl ist in der Stadtpfarrkirche St. Jakob zu sehen. Vier Stadien des Lebens, begleitet und umhüllt von der zweiten Haut, dem Gewebe, das von Seidenraupen gesponnen und von Menschen gewebt wurde. Die mögliche Süße des Seins (der geschlüpfte Schmetterling) ist in diesem Zusammenhang nur dem Menschen möglich. Geburt – die Vielfalt des Lebens – Phase des Zurückziehens – Entfaltung ins Unsichtbare, in die Seelenwelt. Beginn: Drei Taufhemdchen, drei Hemdchen aus Seidengewebe, Wolle, Fäden, Farne, Dornen. Ins Leben: Weißes Kleid, Seide, Wolle, Fäden, Pflanzen, Schmetterlinge, Federn – die Vielfalt: des Lebens. Verpuppung: Drei Kokons, Gewebe, Wolle, Fäden. Rückzug. Entfaltung: Seidenknäuel die sich aufrollen, aus ungesponnener Seide. Verfeinerung in das nicht Sichtbare. Der stille Raum der Kirche bildet den Resonanzkörper für »Mi Shu«.

13. März bis 13. Mai Ulrike Dornis: Arabeske
Impulsgeber für die Bilderserie »Arabeske« der Berliner Künstlerin Ulrike Dornis in der Claudia Weil Galerie in Rinnenthal ist ein Tuch mit floraler Ornamentik und zahllos verschlungenen Arabesken. Die Malerin hat es 1993 in Kairo erstanden, wo sie mehrere Jahre lebte. Bedeutsam ist der serielle Ansatz, die Darstellung des gleichen Motivs und einer ähnlichen Komposition in immer wieder neuen und überraschenden Farbvarianten. Geöffnet ist die Ausstellung samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Weitere Friedberger Projekte folgen in den kommenden Monaten. Weitere Infos: www.gewebe-bayern.de

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