Politik & Gesellschaft

Bistum setzt auf Klimaschutz

a3redaktion
7. Oktober 2020

Bischof Dr. Bertram Meier betont anlässlich des Antrittsbesuchs von Markmiller die Bedeutung des neu geschaffenen Postens, dass die Kirche nicht nur rede, sondern handle: »Wenn wir engagiert für die Bewahrung der Schöpfung eintreten, dann müssen wir auch selber unseren Teil dazu beitragen und konkret in Aktion treten.« Fünf Jahre nach dem Erscheinen der Enzyklika »Laudato si‘« von Papst Franziskus sei die Schaffung der neuen Stelle auch als Zeichen zu verstehen. »Mit Herrn Markmiller ist es uns gelungen, einen jungen Katholiken aus unserem Bistum für dieses Projekt zu gewinnen, der gleichzeitig auch eine große Expertise in seinen zukünftigen Fachbereichen mitbringt«, so Bischof Bertram. Zum Erntedanksonntag wird der erste Hirtenbrief des Bischofs unter den Titel »Schöpfung bewahren – Umwelt schützen« in allen Gottesdiensten des Bistums verlesen. Hier ruft er dazu auf, »mutig und kreativ« im Umwelt- und Klimaschutz mitzuwirken.

Max Markmiller ist 28 Jahre alt und lebt in Königsbrunn. Der Katholik engagiert sich schon seit langem in der Kirche und auch dem kirchlichen Umweltmanagement. Sein Interesse für Architektur und Schöpfungsbewahrung spiegelten sich auch in seiner Studienwahl »Energieeffizientes Planen und Bauen« an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg wider, in dessen Verlauf er von 2013 bis 2018 Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk war. Auch er sieht die Kirche in der Pflicht: »Das Klima braucht die Kirche.« Schon allein aufgrund ihrer zahlreichen Einrichtungen und Gebäude könne die Kirche einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und dem Schutz des Klimas leisten. Auch jeder Mitarbeiter und die Gläubigen seien dazu eingeladen.

Bereits jetzt liefen zahlreiche Klimaschutzprojekte im Bistum Augsburg: So werde zum Beispiel schon seit 2014 der Strombedarf der Diözese und der rund tausend Kirchenstiftungen durch heimische Wasserkraft gedeckt. In den vergangenen Jahren seien zudem rund vier Millionen Euro für die energetische Sanierung von Kirchengebäuden zur Verfügung gestellt worden. Ein aktuelles Beispiel energetisch verantwortungsvollen und nachhaltigen Bauens liege außerdem in der kurz vor dem Abschluss stehenden Generalsanierung eines großen kirchlichen Bürogebäudes am Augsburger Hafnerberg vor.  

Diese vielfältigen Projekte zu bündeln, mit Blick auf die Zukunft weiter auszubauen und die Kooperation mit den Kirchenstiftungen und kirchlichen Verbänden zu suchen wird eine der Hauptaufgaben Markmillers als Klimaschutzmanagers sein. Zunächst wird er in den Jahren 2020 bis 2022 auf allen Ebenen und Wirkungsbereichen ein systematisches Klimaschutzkonzept erstellen. In dessen Rahmen sollen eine Treibhausgasbilanz erstellt und tragfähige Zukunftsszenarien für ein »umweltfreundlicheres, nachhaltigeres und emissionsärmeres Arbeiten im Bistum« entworfen werden.

Das Konzept sowie die Einrichtung der Managerstelle werden durch Mittel des Bundesumweltministeriums gefördert. Grundlage dafür ist die Kommunalrichtlinie in der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung. Max Markmiller wird dabei in seiner Arbeit von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. in Heidelberg fachlich begleitet. Organisatorisch ist der Klimaschutzmanager als Stabsstelle an das Generalvikariat angegliedert.

Bild: Bischof Bertram gemeinsam mit Klimaschutzmanager Max Markmiller | Foto: Nicolas Schnall/pba
 

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