Stop the World. Terence Carr – Skulpturen aus Holz und Bronze

Stop the World. Terence Carr – Skulpturen aus Holz und Bronze

17. Oktober 2021 - 10:00

Museum Oberschönenfeld

Die Ausstellung des bekannten Bildhauers Terence Carr zeigt Arbeiten aus zwei Jahrzehnten. Seine Skulpturengruppe „United“, für die er 2001 den Kunstpreis des Bezirks Schwaben erhielt, bildet dabei den Ausgangspunkt.

Holz ist das bevorzugte Material von Terence Carr. Jede seiner meist aus einem Stamm mit der Kettensäge gearbeiteten Skulpturen bemalt er anschließend in mehreren Farben. Mit seinen politischen und gesellschaftsrelevanten Themen fordert er zum Nachdenken auf.

Das zentrale Motiv des Bildhauers ist der Mensch. Doch selten steht dieser für sich allein: sei es, dass er kommunikativ oder interaktiv in eine Gruppe eingebunden ist, sei es, dass Attribute über ihn etwas aussagen. Bisweilen trifft auch beides zusammen wie in dem Zyklus »Die sieben Todsünden«. Dieses große Menschheitsthema, das auch heute seine Aktualität nicht verloren hat, setzt Terence Carr mit seinen kleinformatigen Bronzeskulpturen in eine zeitgemäße Bildsprache um. Menschen werden in einer modern anmutenden Aufmachung, umgeben von Gegenständen und Tieren, in Szene gesetzt. Ein aussagekräftiges plastisches Gesamtbild entsteht.

Die Affinität zu afrikanischen Skulpturen findet allein schon durch den Werkstoff Holz als lebendiges, beseeltes Material ihren Ausdruck. Viele Jahre hat Terence Carr unter dem Pseudonym und Alter Ego James N’Guvu einen Teil seiner Werke ausgestellt: In den komplexer aufgebauten und in kräftigeren Farben bemalten Skulpturengruppen sah er eine Verbindung zu Afrika. Heute sind viele dieser Elemente in sein Gesamtwerk integriert. Die Körper haben mehr Volumen, sie wirken bewegter. Oftmals gliedert der Künstler die Oberflächen seiner Werke durch kleinteilige und abwechslungsreiche Binnenstrukturen, die an Muster erinnern.

Auch Reliefs gehören zum Werk von Terence Carr. Seine »Wall Sculptures« bestehen aus flachen schemenhaften Holzfiguren, die miteinander in dynamischer Komposition auf einer Ebene verbunden sind. Eine Besonderheit bildet die Serie von vier sehr spannungsreich wirkenden Reliefs, die aus mehreren Abgüssen zusammengesetzt sind. Mit ihnen vollzieht der Künstler eine starke Loslösung vom Gegenstand.

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