Augsburger Philharmoniker 5. Sinfoniekonzert - Auferstehung

Augsburger Philharmoniker 5. Sinfoniekonzert - Auferstehung

7. Februar 2022 - 20:00

Kongress am Park

Gustav Mahler (1860 – 1911): Sinfonie Nr. 2 c-Moll

Sopran: Jihyun Cecilia Lee
Alt: Kate Allen
Opernchor des Staatstheater Augsburg
(Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek, Einstudierung)
Philharmonischer Chor Augsburg
(Wolfgang Reß, Einstudierung)
Musikalische Leitung: GMD Domonkos Héja
Augsburger Philharmoniker

Ist Mahlers sinfonisches Werk »reine Instrumentalmusik« oder steht sie in der Tradition der Programmsinfonik? Bis heute lässt sich über diese Frage streiten. Denn Mahler entwarf stets Programme für seine Sinfonien, die er danach oft wieder zurückzog. Sind das nur Metaphern, die die musikalische Form gar nicht betreffen? Oder bestimmen diese Ideen grundlegend die sinfonische Konzeption? Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen und das macht Mahlers Musik auch so spannend, vielseitig, geheimnisvoll und immer wieder aufs Neue tief beeindruckend.

Bereits nach seiner ersten, noch viersätzigen Sinfonie strebte Mahler mit seiner 2. Sinfonie, die er 1888 in Angriff nahm, nach der Großform: Er erweiterte nicht nur deutlich den Umfang des Werkes und die Orchesterbesetzung, sondern band auch Gesangssolistinnen und Chor mit ein. Programmatisch kreisen die Gedanken Mahlers um das religiös-existenzielle Thema des Todes als Ende des irdischen Lebens und Beginn der Einkehr in die göttliche Ewigkeit. Die ersten Sätze waren bereits fertig gestellt und überdauerten eine fast fünfjährige Schaffenskrise, bis sich Mahler zur Komposition des großangelegten Vokalfinales durchrang. Anstoß dazu gab die Gedächtnisfeier für den verstorbenen Hans von Bülow im Jahr 1894: »Die Stimmung […] war so recht im Geiste des Werkes, das ich damals mit mir herumtrug. Da intonierte der Chor von der Orgel den Klopstock-Choral ›Aufersteh’n‹. Wie ein Blitz traf mich dies, und alles stand klar und deutlich vor meiner Seele!« Mahler zitiert die Klopstock-Hymne im Finale und lässt den Chor singen: »Aufersteh’n, ja aufersteh’n wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh.« Nicht grundlos erhielt die Sinfonie später den Namen »Auferstehungssinfonie«.

Blick in die Musikalische Werkstatt jeweils 19:10 Uhr

www.staatstheater-augsburg.de
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Themen: Klassik