Konferenz »Theater & Nachhaltigkeit«

Konferenz »Theater & Nachhaltigkeit«

20. Mai 2022 - 14:00

Gaswerk Augsburg

Eröffnung

Eröffnung der Konferenz u.a. mit André Bücker (Staatsintendant), Claudia Schmitz (Deutscher Bühnenverein), Jacob Bilabel (Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit), Jürgen Enninger (Kulturreferent Stadt Augsburg) sowie feierliche Begrüßung der Staffelläufer:innen.

Ort: N.N, 16.00 - 17.30 Uhr
Workshop 1: Einfach! machen – Klimabilanzierung und klimaneutrales Produzieren im Theaterbereich

Die Klimawirkung von Theater ist in Deutschland noch weitgehend ein blinder Fleck, zugleich möchten viele Theaterschaffende einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten. Aber wie beginnen? Um modellhaft Impulse zum Klimaschutz im Kulturbereich zu setzen, hat die Kulturstiftung des Bundes eine Reihe eigener Initiativprojekte ins Leben gerufen. In Workshop 1 werden Ergebnisse des Pilotprojekts ”Klimabilanzen in Kulturinstitutionen” gebündelt sowie das neue Programm ”Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte” vorgestellt. Die Teilnehmer*innen haben im Workshop die Möglichkeit, sich Grundlagen für die Klimabilanzierung anzueignen, betriebsökologische Maßnahmen zu identifizieren und erste Ideenskizzen für einen Antrag im ”Fonds Zero” zu entwickeln.
Mit: Sebastian Brünger (Kulturstiftung des Bundes)

Ort: N.N, 16.00 - 17.30 Uhr
Workshop 2: Ich sehe was, was du schon hast! Von Materialkreisläufen, Ressourcensharing und künstlerischer Freiheit in Theaterproduktionen

Abseits von betriebsökologischen Prozessen wollen wir am Good Practice Beispiel aus Dresden diskutieren, wie wir die Transformation hin zur nachhaltigen künstlerischen Produktion schaffen können. Wie können wir schon in der Konzeptionsphase an das „Danach“ denken, wie können Werkstätten nachhaltig arbeiten und wo können wir Kreisläufe schließen, damit möglichst Vieles im Umlauf bleibt? Anhand einer nachhaltig produzierten Inszenierung in Dresden besprechen wir konkrete Ideen und Lösungsansätze zum Recycling von Bühnendekorationen mithilfe von institutionsübergreifenden Netzwerken, dezentralen Lagern wie der Materialinitiative Zündstoffe oder der Sharing-Plattform Depot.
Mit: Lutz Hofmann (Technischer Direktor TJG Dresden), Konstanze Grotkopp (Bühnen- und Kostümbildnerin & Transformationsmanagerin) (und evtl. Bettina Weber).

Ort: N.N, 16.00 - 17.30 Uhr
Workshop 3: Nachhaltige Kulturpolitik: Zukunftsmusik zwischen Wassermanagement und Klimawandel

Die bundesweite Initiative Culture4Climate hat sich vorgenommen, in einer Allianz aus Kultur, Nachhaltigkeit und Klimabewegung Musik in den Klimaschutz zu bringen und mit Konzerthäusern, mit Bibliotheken, mit freier Kultur und mit künstlerischer Kreativität aus der gesellschaftlichen Klimakrise aufzubrechen. In der Veranstaltung „Nachhaltige Kulturpolitik – Zukunftsmusik zwischen Wassermanagement und Klimawandel“ diskutiert die Initiative mit Vertreter:innen der Kulturverwaltungen aus Augsburg und Freiburg über Modelle und Erfahrungen, wie kommunale Kulturpolitik einen Kulturwandel zur Nachhaltigkeit befördern kann. Die Stadt Augsburg wurde von der Kulturpolitischen Gesellschaft im Jahr 2021 für die Aufnahme der Kultur als vierte Nachhaltigkeitsdimension mit dem Zukunftspreis „Kulturgestalten“ ausgezeichnet. Die Stadt Freiburg startet 2022 mit dem Kulturlabor Freiburg einen Kulturplanungsprozess, für den Nachhaltigkeit eine Leitorientierung darstellt. Angeregt wird die Diskussion sowohl durch Erkenntnisse einer Studie der Kulturpolitischen Gesellschaft zu klimagerechter Kulturpolitik als auch durch die Erfahrungen einer Gästeführerin in Augsburg und eines Upcycling-Musik-Ensembles.
Mit (geplant): Ralf Weiß (2N2K Deutschland e.V. / Initiative Culture4Climate), Jürgen Enninger (Referent für Kultur, Welterbe und Sport, Stadt Augsburg), Eva Leipprand (Schriftstellerin und Übersetzerin), Felicia Maier (Kulturamt Freiburg), Franziska Freihart (Baden-Württembergischer Städtetag)

Ort: N.N, 16.00 - 17.30 Uhr
Workshop 4: Zwischen Symbolpolitik und komplexitätsadäquaten Maßnahmen: Erfahrungen aus der Gemeinwohl-Bilanzierung am Deutschen Theater Göttingen

Über ein Jahr lang wurde am Deutschen Theater Göttingen eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt. Wie lassen sich die Ergebnisse mit einem auf Wendigkeit und Experimentierfreude ausgerichteten Theater in Einklang bringen? Ist die Gemeinwohl-Ökonomie überhaupt das Mittel der Wahl, um einen Theaterbetrieb zu untersuchen? Und was sind Maßnahmen, die ein Stadttheater im laufenden Betrieb umsetzen kann und will? Verwaltungsdirektorin Sandra Hinz und Referent Carlsson Richard Kemena geben einen kritischen Überblick zu Pro und Contra der Gemeinwohl-Bilanzierung und einen Ausblick über Möglichkeiten und Ziele.
Von und mit: Sandra Hinz (Verwaltungsdirektorin), Carlsson Kemena (Referent)

www.staatstheater-augsburg.de