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Ukraine – Jenseits der Sprache (Teil 2)

a3kultur-Redaktion

Wenige Schritte von der Neuen Galerie im Höhmannhaus greift auch der »moritzpunkt« das Thema Ukraine auf und versucht sich an einer Darstellung des Landes und des Krieges in künstlerischer Form.

Allein das Mit- und Nebeneinander von etablierter und Outsiderkunst deutscher, ukrainischer und auch afghanischer Provenienz schafft bei der Ausstellung »Sprachlos« im moritzpunkt einen ganz anderen Gefühlsteppich als bei »Focus Ukraine« (siehe Teil 1).

Tanja Demchenko, Vorsitzende des Deutsch-Ukrainischen Dialog e.V., und Michael Grau, Kunstreferent der Moritzkirche, haben Kinderzeichnungen, Grafiken, Ölgemälde und Aquarelle zusammengetragen und zusammen mit den Basics der deutschen und ukrainischen Sprache zu einem Gegenwartspuzzle aus ca. 100 Teilen vereinigt.

Ängste, Träume, auch Albträume, aber auch Hoffnungen nicht nur der Ukrainer (von denen insgesamt fünf sowie die Kinder der Kuratorin selbst vertreten sind) sondern auch von einheimischen Kunstschaffenden und Geflüchteten im Ankerzentrum Aichach und von der Berliner Allee bilden die vielen Facetten dieser Bestandsaufnahme aktueller Seelenzustände.

Die Beschaffung der Bilder war dabei alles andere als einfach: Die Originale befinden sich zum Teil im Kriegsgebiet in der Ukraine und können nur als Reproduktionen gezeigt werden – vorausgesetzt, es gelingt, druckfähiges Datenmaterial via Internet nach Deutschland zu senden, denn zwei der Künstler befinden sich noch in der Ukraine, zu einem gibt es zudem seit einiger Zeit keinen Kontakt mehr.

Michael Grau bittet daher um Verständnis, wenn ein Ankauf der Bilder hier nicht ganz so unkompliziert ist wie in einer regulären Kunstschau. Nichtsdestotrotz können alle Werke bis auf wenige Ausnahmen käuflich erworben werden.

»Sprachlos« ist noch bis 17. September im moritzpunkt zu sehen. Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei.

www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de/focus-ukraine

www.moritzkirche.de