Politik & Gesellschaft

Deutsch fetzt! Was hat das mit Fußball zu tun?

Susanne Thoma
9. Juli 2016

Die Teams, die die diesjährigen EM-Mannschaften repräsentierten, spielten um den Pokal der Sparda-Bank und eine von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth gesponserten Berlinfahrt. Die Redaktion »Deutsch fetzt!« legte sich ins Zeug, um über dieses Ereignis und das Thema Fußball zu berichten.

Es geht um kreative Inseln und darum, Schüler*innen für Kunst und Kultur im öffentlichen Raum zu sensibilisieren. Die Serviceeinrichtung »KS:AUG« hat sich zur Aufgabe gemacht, Schule mit der Kunst- und Kulturszene zu verknüpfen. Eines der aktuellen Projekte war die journalistische Begleitung der Schüler*innen-EM durch eine 11. Klasse des Maria-Theresia-Gymnasiums. Die a3kultur-Redaktion fungierte dabei als Coach für die jungen Schreiberlinge, die sich den Redaktionnamen »Deutsch fetzt!« gegeben haben. Daran ist erkennbar, dass sie eine Leidenschaft für das Fach Deutsch hegen, was nicht zuletzt an ihrer Lehrerin liegt, die es schafft, ihre Schüler*innen immer wieder zu motivieren. Rund um das Fußballturnier am 23. Juni 2016 sind einige Artikel erschienen, die das Geschehen auf dem und um den Rasen in ironischer Form beleuchten. Hier ein paar Kostproben:

Das eigentliche Ziel - der Pokal (Albert und Thaddäus)

Wer kommt schon in den Genuss, dass Menschenmassen einen begehren und sich sogar um einen streiten? Meinetwegen wird gefoult, gegrätscht, gelaufen, gekämpft und manchmal sogar geweint. Allein aufgrund meiner Schönheit zerfließen Männer- und Frauenherzen, doch am Liebsten bin ich in Gesellschaft von Mannschaften.

Wegen der Preisverleihung bin ich auch schon ganz nervös. Auf dem Sportplatz und anschließend in der Schule der Siegermannschaft bin ich als sehr geselliger Pokal bestimmt am besten aufgehoben. Bei den Siegermannschaften gibt es, wie bei uns, natürlich charakterliche Unterschiede: Gleichbehandlung sollte auch unter uns Pokalen Einzug halten und wir sollten diesen elementarwichtigen Schritt hin zur pluralistischen Pokalgesellschaft gehen, denn beim Missbrauch von Pokalrechten hört der Spaß auf. Beim Anschlag auf meinen Pokalbruder Henri Delaunay durch den spanischen Profi-Spieler Sergio Ramos bei der EM 2012, der ihn zwischen die Räder des Mannschaftsbusses fallen ließ, war ich ganze drei Tage lang matt! 

Sind die Fußballväter die neuen Ballettmütter? (Hannah, Lili und Michael)

Man sollte meinen, sowohl Mutter als auch Vater fangen erst mit dem Anpfiff des Spieles an, mit dem Sohn mitzufiebern und mitzuleiden, jedoch können wir euch versichern, so ist das nicht. Davor werden nämlich nicht nur generationsübergreifende Familienriten durchgeführt, nein, auch an die Versorgung ihres kleinen Stars wird gedacht. Schon Tage davor wird der Essensplan des wichtigen Tages durchgesprochen, Einkaufslisten geschrieben und Mama sitzt grübelnd in der Küche, ob jetzt die Banane oder doch der Apfel der richtige Energielieferant ist.

Das Karl-Mögele-Stadion (Jonathan und Severin)

Eine Renovierung im Zuge der Weltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2011 hat das Stadion an der B17 verpasst, da die Unterführung, die der einzige Zugang zum Parkplatz ist, für die Busse der Mannschaften zu niedrig war, und die Anlage letztendlich nicht genutzt wurde. Für die Mannschaften der Augsburger Schulen sollte die Unterführung aber hoch genug sein und möglichst vielen Zuschauern den Durchgang zum Stadion gewähren.

Frauenfußball. Belacht und doch bewundernswert (Alina und Elena)

Wer will schon 50.000 € Preisgeld bekommen, wie die Männermannschaften, wenn man auch ein Kaffeeservice mit bunten Blümchen haben kann, das in der Küche viel nützlicher ist. Eigentlich haben wir es nicht nötig, unser Können zu perfektionieren, da wir schon mehr Erfolge feiern durften als die Männer, aber das wird wohl übersehen.

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