Ausstellungen & Kunstprojekte

Ein Blick ins Allgäu

Bettina Kohlen
5. Juni 2020

Im Kunsthaus Kaufbeuren wurde die Ausstellung Strike a Pose mit 160 Meisterwerken der Kunstfotografie bis Juli verlängert. Der fotografische Piktorialismus nähert sich in seiner atmosphärischen Bildgestaltung bewusst an das malerische Vorgehen des Impressionismus an. Gezeigt werden Arbeiten von rund einem Dutzend wichtiger Fotograf*innen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts wie Edward Steichen, Alfred Stieglitz oder Heinrich Kühn, aber auch der weniger bekannten Gertrude Käsebier. Im Zentrum der Schau steht Adolphe de Meyer, ein wegweisender Vertreter des Piktorialismus, dessen heute weitgehend vergessenes Werk hier wieder ins Licht gerückt wird (Foto: Adolphe de Meyer, The Cup, 1912, Courtesy Sammlung Stiegler, Konstanz). Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Biografie über de Meyer, zudem gibt es einen Ausstellungskatalog.

Strike a Pose – Intuition und Inszenierung. Die Kunstfotografie der 1890er bis 1920er Jahre | bis 19. Juli
www.kunsthauskaufbeuren.de

Die MEWO Kunsthalle ist immer wieder für spannende Positionen der Gegenwartskunst gut. Aktuell locken diese beiden Ausstellungen nach Memmingen: Das Künstlerduo Prinz Gholam setzt auf das Medium der Performance. Ihre Auseinandersetzung mit (historischen) Vaterfiguren wird in der Ausstellung als Videoinstallation präsentiert, ergänzt durch eine großformatige Entwurfszeichnung, einige Lithografien aus dem Hamlet-Zyklus von Eugène Delacroix und filmisches Quellenmaterial. Die Malerin Çiğdem Aky erzeugt durch ihren korrespondierenden und zugleich kontrastierenden Umgang mit Farbe und Form. Gestische Spuren werden von streng konstruierten Elementen überlagert.

Prinz Gholam. Dial F for Father | bis 1. November
Çiğdem Aky: Ein blauer Himmel | bis 13. September
www.mewo-kunsthalle.de

Das Künstlerhaus Marktoberdorf verlängert seine Ausstellung Der düstere Tag – Nauderer. Paulus. Swann bis Anfang September. Die beteiligten Künstler Herbert Nauderer, Martin Paulus und Duncan Swann untersuchen in ihren Arbeiten die Frage nach der Identität des Menschen und den Spagat zwischen Selbstdarstellung und Verstecken. Dass die Maske aktuell zu unserem Alltag gehört, konnte zur Zeit der Konzeption aber noch niemand ahnen …

Der düstere Tag – Nauderer. Paulus. Swann | bis 6. September
www.kuenstlerhaus-marktoberdorf.de

Weitere Positionen

25. Oktober 2021 - 10:26 | Juliana Hazoth

Am Sonntag, den 17. Oktober konnte das Junge Theater Augsburg mit »Unter einem Dach?« nach pandemiebedingten Verschiebungen nun endlich Premiere feiern.

25. Oktober 2021 - 10:19 | Renate Baumiller-Guggenberger

Lange mussten die Zuschauer*innen auf die Premiere von »In der Strafkolonie« warten – nun ging sie endlich über die Bühne.

21. Oktober 2021 - 14:00 | Jürgen Kannler

Der erfreuliche Fund von 15 Kilogramm römischer Silbermünzen bringt die Augsburger Politik einmal mehr in Verlegenheit.

18. Oktober 2021 - 16:29 | Sophia Colnago

In der ersten Folge des neuen Podcasts »Lisa & me« geht es um das Gaswerkquartier und die Umsetzung von Kreativraum für Künstler*innen.

18. Oktober 2021 - 15:26 | Sarvara Urunova

Am Wochenende wurde das Mozartfest feierlich eröffnet.

16. Oktober 2021 - 9:00 | Bettina Kohlen

Gerold Sauter arbeitet ausschließlich mit Metall. Als Künstler, Handwerker und Unternehmer gelingen ihm immer wieder überzeugende Lösungen für das ganz Spezielle … Ein Portrait

15. Oktober 2021 - 10:00 | Gast

Seit Juni läuft im tim die Schau »Who cares? Solidarität neu entdecken«. Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, nahm zum Ausstellungsstart in einer Rede Stellung zum Thema Solidarität. Hier seine Rede in Auszügen.

15. Oktober 2021 - 9:00 | Anna Hahn

Das Volkstheater München eröffnet die Spielzeit im Theaterneubau im Schlachthofviertel. Beim Bau blieb man in der veranschlagten Bauzeit und im vorgegebenen Budget von 131 Millionen Euro.

14. Oktober 2021 - 11:18 | Jürgen Kannler

Noch vor den Sommerferien traf a3kultur-Chefredakteur Jürgen Kannler den Augsburger Kulturreferenten Jürgen Enninger und den Kulturpark-West-Geschäftsführer Peter Bommas zum gemeinsamen Interview. Das ist ein Novum.

14. Oktober 2021 - 10:32 | Renate Baumiller-Guggenberger

Am Samstag startete die dreiteilig konzipierte Reihe »Zukunft(s)musik« des Staatstheaters im MAN-Museum. Unter der Leitung von GMD Domonkos Héja vermittelten die vier ausgewählten Werke eindrucksvoll die kompositorische Bandbreite, die hörbaren Gegensätze und das visionäre Vermögen des 2006 in Wien gestorbenen György Ligeti.