Ausstellungen & Kunstprojekte

Gut ausgesucht

Susanne Thoma
12. März 2016
Foto: Susanne Thoma

a3kultur: Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Barbara Friedrichs: Die Initiatoren haben sich für 2016 einen Künstler aus Linz im Bereich Medienkunst gewünscht und  mich als Leiterin des Lab30 gefragt ob ich die Kuration übernehmen möchte. Da habe ich mich sofort an Reinhard Gupfinger erinnert. Er war 2011 beim Medienfestival Lab30 zu Gast und ich habe ihn für Augsburg geworben.

Warum ist Reinhard Gupfinger eine gute Wahl?
Er bewegt sich souverän zwischen bildender Kunst und Klangkunst und arbeitet mit hoch entwickelten Soundtechniken. Als Forscher befasst er sich mit dem Einfluss von Schall auf den Menschen. Reinhard bringt Expertise mit, hat dennoch einen frischen Blick und geht mit einer hohen Sensibilität an Themen heran. Damit ist er der Richtige für eine »Utopie des Friedens«, dem Thema des AiR-Projekts.

Woran arbeitet der Künstler in Augsburg?
Er visualisiert Klänge, die in Gotteshäusern zu hören sind. Er übersetzt die Schallwellen von Predigten verschiedener Glaubensgemeinschaften in ein Relief. Dabei ist nicht der ideale Sound wichtig, sondern der Eindruck, der beim menschlichen Gehör entsteht. In einer Ausstellung wird ab September alles gleichberechtigt nebeneinander präsentiert.

»AiR Linz« ist Teil des Friedensfestes, das sich in diesem Jahr mit dem Thema »Mut« auseinandersetzt. Welche Verbindung gibt es zu der Arbeit von Reinhard Gupfinger?
Die Frage nach Verständigung zwischen den Religionen ist hochaktuell. Wir alle müssen den Blick weiten und die Gleichwertigkeit aller Glaubensrichtungen anerkennen. Das verlangt insbesondere von den beteiligten Partnern einiges an Mut.

Barbara Friedrichs ist Lab30-Festivalleiterin und Popkulturbeauftragte im Kulturamt der Stadt Augsburg. Die Fragen stellte Susanne Thoma.

www.welcome-in-der-friedensstadt.de

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