|
Von Gärten und Todesboten![]() Neue Bilder und Pastelle von Max Kaminski in der Galerie Noah. Ein Ausstellungsbesuch von Andrea Reichart Bereits zum dritten Mal sind in der Galerie Noah Werke des Künstlers Max Kaminski zu sehen. Zyklische Arbeiten, die zwischen 2008 und 2011 entstanden, bilden den Mittelpunkt der Ausstellung. Zu diesen zählt der Zyklus »Jardin d’Anne Marie«, welcher farbenfrohe Gartenansichten im Sonnenlicht zeigt. Darauf folgte 2009 »Rue Paradis« mit blutroten Bildern, die wie aus einem Horrorkabinett zu stammen scheinen. 2011 widmete sich der in Marseille und Augsburg lebende Künstler schließlich dem Schaezlerpalais und vor allem dem dort zu bewundernden Deckenfresko des italienischen Malers Guglielmi. Die Gartenbilder Kaminskis sind von einer vielfältigen und leuchtenden Pflanzenpracht geprägt. Ob eine Ansicht eines Hinterhofes durch das dunkle Gatter oder die zugewachsene Terrasse, die Natur scheint in den Werken des Künstlers ihr Reich zurückzufordern. Zu dem Bilderzyklus »Rue Paradis« inspirierte den Künstler ein Halloween-Schaufenster in Marseille. Diese Reihe verdeutlicht vor allem den Tod. Dennoch scheint es, als wären die Figuren und Requisiten plötzlich zum Leben erwacht. Man erwartet beinah, dass sie sogleich aus dem Bild treten und auf den Betrachter zukommen. Auch die beiden Gemälde mit der diebischen Elster, die sich einmal Totenschädel, ein anderes Mal spitze Waffen zusammenplündert, hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Starke Dunkel-Grell Kontraste unterstützen diese Wirkung. Die Bilder, die einen Vogel als zentrales Element in den Fokus stellen, sind ohnehin sehr zahlreich. Ob Papagei, Rabe, Reiher oder die bereits genannte Elster, sie scheinen als Unglücksbringer oder gar Todesboten zu fungieren. Neben den Bildern ist in der Galerie auch ein Film zu sehen, in welchem die Entstehung des Zyklus »Rue Paradis« dokumentiert wird. Zudem Die Ausstellung ist noch bis 11. März zu sehen. Zeitgleich läuft auch in der Kundenhalle der Stadtsparkasse Augsburg eine Kaminski-Schau mit dem Hauptaugenmerk auf die Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Schaezlerpalais. Zurück |