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Politik um Brecht![]()
Zu Nikolaus wurde das Brecht Festival Programm 2012 präsentiert. Für 2013 erwaten alle mehr Theater und zwar sowohl vor als auch hinter den Kulissen! Ein Kommentar von Jürgen Kannler
Bei der Präsentation des letzten Teils von Joachim Langs Brecht Festival Triptychons stand nicht nur das Programm rund um den Schwerpunkt Brecht und die Politik im Mittelpunkt. Vor allem wollten die anwesenden Journalisten vom Festivalleiter und dem ebenfalls anwesenden Kulturreferenten Peter Grab wissen ob Lang in den kommenden Jahren seine erfolgreiche Arbeit in Augsburg fortsetzen wird und wenn ja, in welchem Rhythmus. Schnell wurde deutlich, das sowohl Lang als auch Grab an einer Fortführung der Zusammenarbeit interessiert sind. Einigkeit besteht auch darin, dass dies nur auf Basis einer neuen inhaltlichen Ausrichtung des Festivals geschehen kann. Lang ging diesbezüglich wohl in Vorleistung und charakterisierte seinen neuen Ansatz mit klarem Focus auf die aktuelle Theaterarbeit rund um den Autor. Das Brechtfestival soll also Einzug ins Stadttheater samt Container halten und den Besuchern dort endlich auch ein attraktives Festivalzentrum bieten. Nicht schlecht! Nur, ob dies für 2013 überhaupt noch zu realisieren ist scheint fraglich. Schließlich befindet sich das Stadttheater mitten in den Planungen für die neue Spielzeit. Der Kulturreferent hingegen weiß noch nicht einmal, ob es 2013 überhaupt ein Brechtfestival in Augsburg geben wird. Schließlich möchte Grab die Augsburger Festivallandschaft samt Brecht in ein Biennalekonzept zwängen. Hier steht er mit seiner Position diametral zu Langs Forderung, Brecht in Augsburg auch Abseits eines jährlichen Festivals stärker und klarer zu positionieren. Man sieht, hier ist noch viel Platz bis zum Schulterschluss. Viel Politik um Brecht in Augsburg. Da hätte das Festivalthema 2012 mit „Brecht und Politik“ kaum passender ausfallen können. Zumal des Programms im Rathaus geplant ist. So dürfen sich auch die Fans der britischen Künstlerin Marianne Faithfull über die Akustik im Goldenen Saal ärgern. Den zu erwartenden Mißtönen zum Trotz ließt sich das Festivalprogramm gut und verspricht einige hochinteressante Veranstaltungen mit drei Uraufführungen und einigen spannenden Gästen. Und was am Ende bei den Diskussionsrunden um Brechts politisches Erbe herauskommen wir, wer werden sehen. Zurück |