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Märchenschloss

am 24.01.2012 veröffentlicht

Friedberg legt Umbaustudie vor

Friedberg legt Umbaustudie vor

Mitte Januar wurde dem Friedberger Schlossausschuss die Studie zum Umbau der über 800 Jahre alten Wehranlage in ein Kulturzentrum präsentiert. Das von der Münchner Agentur actori verfasste Dokument trägt den Titel »Nutzungs-, Geschäfts- und Betriebsmodell für das Wittelsbacher Schloss Friedberg« und bestätigt die Position der Rathausmehrheit um Bürgermeister Peter Bergmair in wesentlichen Punkten. Dieses Ergebnis überrascht nicht. Erst im vergangenen Herbst kamen alle Argumente für und wider eine große Umbaulösung auf den Prüfstand.

Hintergrund: Die Rathaus-CSU wollte per Bürgerentscheid lediglich eine Teilsanierung des Schlosses erreichen. Die Friedberger erteilten diesem Ansinnen eine Absage und können sich nun auf ein vielversprechendes Kulturzentrum in Altstadtnähe freuen. Die auf 20 Millionen Euro taxierten Umbaukosten sind für die Stadt eine große, aber auch wichtige Investition in die Zukunft. Wie die Studie belegt, rangiert Friedberg im Ranking von vergleichbaren Städten zurzeit auf einem hinteren Platz, wenn es beispielsweise um die Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur oder den prozentualen Anteil für Kulturaufwendungen bezogen auf den Gesamthaushalt geht. Dass die Stadt augenblicklich trotzdem mit einem attraktiven Kulturangebot aufwarten kann, ist in erster Linie einigen Protagonisten vor Ort zu verdanken.

Ohne konzeptionell durchdachte Investitionen wäre dieser Standard auf Dauer kaum zu halten und der Standort würde an Attraktivität verlieren. Durch den Umbau des Friedberger Schlosses gewinnt aber nicht nur die Stadt, von dieser Investition profitiert die gesamte Region. (kaj)  

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