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Das Ungewisse im KonkretenFotografie von Karen Irmer und Wandobjekte von Sigurd Rompza in einer Doppelausstellung der Ecke Galerie
(bek) Erster Eindruck: eine sehr ästhetische Präsentation. Die starkfarbigen Arbeiten Rompzas werden mit Irmers dunklen Fotografien konfrontiert. Ein gefährliches Spiel, aber auch eine Einladung. Beide Künstler fordern genaues Hinsehen. Beide arbeiten mit der Wahrnehmung, mit dem Erleben einer konkreten Situation, die sich durch die Erfahrung des Betrachters verändert. Rompzas Wandobjekte sind perspektivische intellektuelle Vexierspiele. Filigrane Rahmenkonstruktionen und farbige prismenartige Objekte sind komplizierte Konstruktionen, die vorgeben, einfache geometrische Körper zu sein. Die vermeintliche Offensichtlichkeit des Erkennens erweist sich als Täuschung. Zwei klar gestaltete Kataloge zu Rompzas Werk und seinen theoretischen Überlegungen liegen in der Galerie auf. Karen Irmers stille und dennoch dramatische Fotografien entziehen sich zunächst dem Erkennen. Erst allmählich tauchen aus der rätselhaften Dunkelheit der Landschaften und Meere Details auf. Der Ton der Arbeiten reicht vom weichen Grau zu klarem Blau, metallisch schimmernd. Doch der Eindruck der Monochromie täuscht, Himmelsrosa und Meeresgrün sind kaum wahrnehmbar, aber real. Irmers subtiler Einsatz optischer Effekte (ver)stört, erschwert dem Betrachter bewusst den Weg vom Äußeren ins Wesentliche ihrer Bilder, doch beharrliches hinsehen und geduldiges abwarten führen zum Ziel. Auch Karen Irmers neuer Katalog kann in der Ecke Galerie erworben werden. „Dämmern“, ruhig und schön gestaltet, vereint Arbeiten der letzten Jahre. Erläuternde Texte, u.a. von Dr. Thomas Elsen, ergänzen den Überblick. Zurück |