Festival

Spitzeltreff im Großhirnspeicher

a3redaktion
25. Februar 2016

Die Räume des alten Stadtarchivs auf dem Stadtmarkt mit ihrem massivem Fischgrätenparkett, den hohen Fenstern neben blass-orangenen Wänden und den langen, staubigen Neonlampen dienen während des Brechtfestivals als zentrale Anlaufstelle mit Nostalgie-Charakter. Das ehemalige »Gedächtnis der Stadt« soll durch die Besucher mit neuen Augsburger Daten gefüllt werden und die Möglichkeit bieten, bei der brechtschen Gerüchteküche mit zu kochen und dem Festivalplausch zu folgen. Der Austausch mit den Künstlern und Brechtinteressierten wird dabei groß geschrieben und soll den Blick hinter die Kulissen des Festivals erleichtern. Bei Fett-Bemme (Butterbrot) und Club Cola (westdeutsch: Coca Cola) kann man sich in entspannter Atmosphäre mit Programminformationen versorgen.

Aber nicht nur dem gemeinsamen Sinnieren, Diskutieren und Schwelgen wird eine Plattform geboten, sondern auch der ein oder anderen Kulturveranstaltung. Ein Raum ist als Veranstaltungs- und Tanzraum flexibel nutzbar. Das Programm wird erst kurz vorher veröffentlicht. Augsburger Künstler wurden eingeladen, die Zentrale zu bespielen. Unter anderem folgende Termine stehen bereits fest:

SO 28.02. – Eröffnungsabend 16:00
MO 29.02. – Brecht-Sprechstunde mit Prof. Dr. Jan Knopf 16:00
MI 02.03. – a3kultursalon: Bürgerengagement – Bürgerbewegung – Bürgerprotest 18:00
FR 04.03. – Vortrag mit Dr. Albrecht Dümling: »Anmut sparet nicht noch Mühe«. Brechts Reaktion auf die beiden National-Hymnen 17:00
SA 05.03. – Brecht-Sprechstunde mit Prof. Dr. Jan Knopf 16:00

Das Team von Bluespots Productions besetzt während der gesamten Festivalwoche immer von 16 bis 24 Uhr die Zentrale. Besucher sind eingeladen, das Spitzelcafé und die Brechtkneipe auszuspionieren. Das große DDR-Spitzelspiel des Ensembles bietet beste Möglichkeiten, sich zu erproben. Bluespots Productions ist auf geheime DDR-Akten über Bertolt Brecht gestoßen und bittet jetzt um Mithilfe. Brecht muss ausspioniert werden, um so endlich Licht in die zwielichtigen Machenschaften seiner DDR-Zeit zu bringen. Dafür sollten alle observationsbereiten Mitbürger ihre Handynummer per Mail an stasi@bluespotsproductions.com schicken, um sich so bei der Staatssicherheit anzumelden. Ab dem 28. Februar beginnt die geheime Observation, Anweisungen kommen per SMS. Achtung: Sie werden so Teil einer sechstägigen Inszenierung. Das große Finale und die Auflösung gibt es dann für alle während der Langen Brechtnacht am 4. März.

Weitere Infos auf www.bluespotsproductions.com und www.brechtfestival.de

Illustration: Nontira Kigle

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