Politik & Gesellschaft

Love, Peace & Conference

Gastautor

Vier Jahre sind vergangen seit das Grandhotel Cosmopolis gegründet wurde. Das Ziel war und ist es, eine gerechtere Gesellschaft zu gestalten, die alle einbezieht – egal ob Menschen schon länger hier leben oder erst kürzlich hinzu gekommen sind. Doch wie funktioniert das Grandhotel eigentlich? Im turbulenten Alltagsgeschäft kommt das Innehalten und Betrachten dessen, was den Umgang miteinander auszeichnet, an vielen Stellen zu kurz. Eine Förderung durch die Bundeskulturstiftung und die Robert-Bosch-Stiftung ermöglichte es den Aktivisten, ihr tägliches Schaffen zu reflektieren und daraus zu lernen. Seit einiger Zeit ging es daher auf eine »Arbeitsreise« – auf der Suche nach der Grandhotel-Arbeitsweise. Diese gipfelt nun im Rahmen des Friedensfestprogramms in der Grandhotel Cosmopolis Peace Conference vom 26. Juli bis 8. August.

Als offener Gestaltungsprozess für alle bietet das Projekt vielerlei Möglichkeiten zur Teilnahme. Gemeinsam mit Experten aus aller Welt und jedem Interessierten gestaltet das Grandhotel den Sommer im C* – einem eigens errichteten Camp auf der Wiese zwischen Provino Club und tim. Das C* begreift die Stadt als Labor, ist Lernort und Spielwiese, Bühne und Werkstatt zugleich. Geboten werden unter anderem kulinarische Entdeckungen in der Wiesenküche, eine Upcycling-Werkstatt, Vermittlungstraining für Behördengänge aller Art, Tanzfeste und Lagerfeuergespräche, Schönheitskuren und Tiefenentspannung unter freiem Himmel. Bereits seit Anfang Juli wird auf dem Parkplatz des tim an der Vorbereitung der Peace Conference gewerkelt und getüfelt. Zum offiziellen Auftakt am 26. Juli lud das Grandhotel zum Picknick und gab eine Kostprobe von dem, was möglich ist: Fahrradreparatur auf Farsi, neues Licht aus Upcycling-Material, gemeinsames Kochen mit Unbekannten, Gemüsekisten bauen mit Professoren, Pläne schmieden am Lagerfeuer.

Bis zum 8. August werden einige Aktionen unangekündigt einfach passieren, andere werden im Vorfeld bekanntgegeben. Ein regelmäßiger Blick auf www.grandhotel-cosmopolis.org/de/peaceconference lohnt sich in jedem Fall.

Foto: Astarte Posch