Politik & Gesellschaft

Kulturpark lebt. nützt. bleibt.

Gastautor

Seit sieben Jahren verwandeln Künstler, Musiker und Kulturschaffende das ehemalige Reese-Kasernengelände an der Sommestraße in eine Oase der Kreativität. Über 200 Räume mit rund 1.500 Akteuren umfasst der Kulturpark West heute – Selbstbestimmung, gemeinnützige Struktur und Bottom-up funktionieren. Mit dem Ende der Zwischennutzung auf dem Reese-Areal 2017 droht jedoch das Ende dieses einzigartigen Orts. Im Mai startete deshalb die von KUKI und der Künstlervereinigung 38/40 initiierte Unterschriftenaktion »Kulturpark lebt. nützt. bleibt.« Bereits 6.000 Unterstützer haben – Stand Mitte Juli – für den Erhalt des Kreativquartiers unterschrieben. Wer sich anschließen möchte, findet unter www.kulturparkwest.de und www.facebook.com/kulturpark.lebt.nuetzt.bleibt die wesentlichen Infos.

Einen ersten Höhepunkt fand die Aktion am 18. Juli mit einer Kundgebung auf dem Parkplatz zwischen Sommestraße und Kantine (Foto: Siegfried Stiller). Mieter, Nutzer, Kulturaktivisten und politische Wegbegleiter demonstrierten bei hochsommerlichen Temperaturen ihr »Ja« zum Erhalt des Kreativquartiers. Neben durchaus emotionalen Reden gab Karl Poesl seinen ohrwurmverdächtigen Song »Kulturpark West muss bleiba« (https://youtu.be/hVFitntHrcw) zum Besten. Das Motto »lebt. nützt. bleibt.« war nicht nur auf zahlreichen Schildern zu lesen, sondern auch auf eigens vom Augsburger Label »Likwid« produzierten T-Shirts.

Kulturpark-West-Geschäftsführer Peter Bommas kündigte bis Ende des Jahres weitere Aktionen an, unter anderem in der Augsburger Innenstadt. So wird auch am 25. Juli ab 10 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz Flagge gezeigt.