Politik & Gesellschaft

Kultur in Sicht

a3redaktion
10. Mai 2021
Das Museum Oberschönenfeld, Foto © Bezirk Schwaben/Andreas Brücklmair

Vom summenden Bienengarten bis hin zum magischen Märchenwald: Voraussichtlich am 13. Juni startet der Bezirk Schwaben sein Kulturprogramm und gewährt Jugendlichen freien Eintritt in seine Museen. Vorab erwarten Interessierte Outdoor- und Online-Angebote.

Die Planung steht: Wenn es die Situation erlaubt, öffnen die Bezirksmuseen am 13. Juni. »Wir haben die Hoffnung, dass die Inzidenz bis dahin unter 100 sinkt und wir öffnen können,« sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. In einer Videobotschaft wendet sich der CSU-Politiker an alle Kulturinteressierten.

Mit der Wiedereröffnung der Bezirksmuseen gelten vereinfachte und vereinheitlichte Eintrittspreise im Museum KulturLand Ries in Maihingen und im Museum Oberschönenfeld (Foto © Bezirk Schwaben/Andreas Brücklmair). Ab sofort haben alle Jugendlichen bis 18 Jahre sowie Auszubildende und Studierende freien Eintritt. Der Einheitspreis für Erwachsene beträgt 4 Euro. Menschen mit Behinderung, Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose sowie Wehr- und Freiwilligendienstleistende erhalten 50 Prozent Ermäßigung. Eine Jahreskarte gibt es bereits für 9 Euro.

Museum Oberschönenfeld: Handwerkskunst und Holzskulpturen

Die überlebensgroßen Holzskulpturen des Bildhauers Josef Lang, die derzeit auf dem Außengelände des Museums Oberschönenfeld zu bestaunen sind, bleiben den Besucher*innen länger erhalten – voraussichtlich bis zum 3. Oktober. Die Sonderausstellung »Heinz hört auf«, die sich dem Drechsler- und Schreinerhandwerk widmet, startet ab der Wiedereröffnung und wird bis Herbst 2022 verlängert. Die Exponate umfassen Holzspielsachen, gedrechselte Gebrauchsgegenstände, Kunsthandwerk sowie Möbel und vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom Handwerk im Allgäu.

In der Schwäbischen Galerie ist voraussichtlich ab 13. Juni eine umfangreiche Einzelausstellung des Diedorfer Künstlers Norbert Kiening zu sehen. Unter dem Titel »Mein innerer Wald« erwarten die Besucher*innen Gemälde, Holzschnitte und Skulpturen. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis Ende Juli verlängert.

Die Hammerschmiede Naichen wird ebenfalls voraussichtlich ab 13. Juni wieder geöffnet und kann darüber hinaus nun auch online besichtigt werden – mit dem neuen virtuellen Rundgang, der auf der Homepage des Museums zur Verfügung steht. Die geplante Ausstellung »Krummes Wasser – Leben in und an der Kammel« ist aufgrund der erforderlichen Corona-Maßnahmen voraussichtlich erst 2022 zu sehen.

Foto © Martin Beer

Museum KulturLand Ries: »Holz macht Sachen!«

Im Museum KulturLand Ries in Maihingen wartet die Sonderausstellung »Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?« auf  ihr Publikum. Die Schau thematisiert das Material Holz in seiner Vielfältigkeit und richtet den Blick auf seine Bedeutung als nachhaltiger Rohstoff angesichts des Klimawandels. Zum Internationalen Museumstag am 16. Mai erwartet Interessierte ein Videoclip auf der Homepage des Museums: Jugendliche präsentieren besondere Exponate, die sie ausgewählt haben.

Für die interaktiven Elemente der Ausstellung wurde das Museum außerdem mit WLAN ausgestattet, das auch künftig allen Besucher*innen kostenfrei zur Verfügung steht und unter anderem eine virtuelle Schnitzeljagd durch das Museum und den Außenbereich ermöglicht.

Auf dem Außengelände des Museums gibt es demnächst einen »Bienengarten« mit zwei Bienenvölkern, ein 100 Jahre alter Imkerwagen  und ein Automat für Blühwiesen-Saatgut – zum Entdecken und Mitmachen.

Foto © Franziska Kluge

Schloss Höchstädt: Nutzwald und verwunschener Ort

Die Ausstellung »MärchenWald« auf Schloss Höchstädt präsentiert den Wald als Schauplatz zahlreicher Märchen und als facettenreiches Ökosystem, zeigt ihn als Lebensraum von Tieren, Pflanzen und magischen Gestalten. Der ursprünglich für den 16. Mai geplante Holz-Aktionstag wird auf den 8. August verlegt und zusammen mit dem Sommerfest veranstaltet. Dazu gibt es Nachhaltigkeit digital und zum Mitmachen: Wer sich als Baumpfleger versuchen möchte, kann schon bald begleitend zur Ausstellung die App »Mein Märchenwald« aufs Smartphone laden und einen virtuellen Baum pflanzen. Für jeden erfolgreich online großgezogenen Baum pflanzt der Bezirk Schwaben einen echten Baum. Die App ermöglicht auch, mithilfe der Handykamera ein virtuelles dreidimensionales Waldtier auf dem Smartphone springen zu lassen – entweder als Begleiter durch die Ausstellungsräume oder im eigenen Wohnzimmer.

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