Politik & Gesellschaft

Kredite für Kulturschaffende

a3redaktion
24. Januar 2022
Die Zahl der Kreditnehmer auch unter Kulturschaffenden wächst. Foto: nattanan23/Pixabay

Noch immer sind Menschen in Deutschland unsicher, wie sie zu Krediten im Internet stehen sollen. Dabei unterscheidet sich das Verfahren im Vergleich zu einer herkömmlichen Bank mit lokaler Filiale kaum. Die Zahl der Kreditnehmer auch unter Kulturschaffenden wächst, aber gleichzeitig haben Interessierte immer noch viele Fragen.

Die finanzielle Sicherheit von Kulturschaffenden galt noch nie als besonders hoch. Sie arbeiten oft nicht in einer festen Anstellung, sondern kreieren ständig neue Projekte, neue Perfomances, touren durch die Republik und führen generell kein Leben in allzu festen Bahnen. Das gehört dazu und ermöglicht eine wandelbare und vielfältige Kulturlandschaft. Gleichzeitig ist es immer noch schwierig zu vermitteln, dass Selbstständige im Kulturbetrieb auch über ein vernünftiges Einkommen verfügen – dies aber weniger regelmäßig und vorhersehbar erwirtschaften als andere Mitbürger. Das sorgt für Benachteiligungen z. B. bei der Wohnungssuche, aber auch bei einem Kreditanliegen. Und nicht nur die Künstler selbst sind betroffen, sondern oft auch Mitarbeiter rund um Veranstaltungen, aber auch jene, die helfen, über Kultur zu berichten. Deswegen ist es wichtig, bei der Suche nach finanzieller Unterstützung Angebote von möglichst vielen Kreditinstituten einzuholen, um die optimalen Bedingungen und angemessene Vertretung zu finden.

Was ist für einen Kredit nötig?
Schon die Frage, welche Unterlagen im Verfahren notwendig sind, ist nicht immer gleich zu beantworten. Doch nur so hat man Zugriff auf den umfangreichen Kreditvergleich. Dieser ermöglicht Ihnen, die ideale Lösung zu identifizieren. Es wird empfohlen, den Personalausweis beim Ausfüllen des Antrags stets griffbereit zu haben. Kontrollieren Sie vorher, ob er noch gültig ist – im Alltag entfällt vielen Menschen das Ablaufdatum. Auch wenn Sie einen Reisepass verwenden, ist die Gültigkeit wichtig. Dann fordern die meisten Kreditgeber einen Gehaltsnachweis der letzten drei Monate. Dabei wird nur reguläres Einkommen angerechnet. Arbeitslosengeld oder Unterstützung durch das Sozialamt zählt hier nicht. Auch notwendig sind je nach Bank Kontoauszüge des letzten Monats (30 Tage oder vollständiger Monat). Zusätzlich benötigt der Kreditgeber Ihre Kontoverbindung und Informationen über bereits bestehende Verbindlichkeiten in Form anderer Kreditverträge.

Wofür braucht die Bank diese Informationen?
Für den Kreditgeber ist wichtig, ein Angebot machen zu können, dass auf Ihre finanzielle Situation zugeschnitten ist. Dazu werden einerseits die Kontostände und Einkommen herangezogen und zum anderen eine Bonitätsanfrage bei der SCHUFA seitens der Bank gestellt. Erst so kann ermittelt werden, welche Ratenzahlung mit dem Einkommen und Vermögen eines Antragstellers bedient werden können. Denn natürlich hat kein Kreditinstitut ein Interesse daran, Sie in Schwierigkeiten zu bringen und Darlehen zu vermitteln, die den Rahmen Ihrer Möglichkeiten übersteigen.

Wie ist der Ablauf?
Im ersten Schritt füllt der Antragsteller das Online-Formular aus und gibt die benötigten Informationen ein. Kontoauszüge und Einkommensnachweise können z. B. in Form von PDF-Dokumenten eingereicht werden. Danach wird die Bonitätsprüfung durchgeführt. Damit kann ein Kreditvertrag aufgesetzt werden, den der Antragsteller ausfüllt und unterschrieben an die Bank sendet. Die Identität der Person wird über Post-Ident oder Video-Ident sichergestellt. Im Anschluss bearbeitet die Bank den Antrag und prüft, ob alle notwendigen Unterlagen vorhanden sind. Ist dies abgeschlossen und eventuell angeforderte Dokumente nachgereicht, erhält der Kunde Bescheid über Genehmigung oder Ablehnung seines Kreditwunsches. Wenn alles glatt geht wird das Geld überwiesen und ist nach ein bis zwei Tagen beim Kreditnehmer angekommen.

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