Führung

Das Judentum entdecken im Januar

Manuel Schedl
21. Januar 2022
Grabmal des Industriellen Samuel Landauer auf dem jüdischen Friedhof, Augsburg (Foto: wikimedia commons)

Warum dürfen jüdische Gräber nicht aufgelöst werden? Wann sind Produkte des täglichen Bedarfs »koscher«? Zwei Führungen im Januar 2022 wollen Einblicke in die jüdische Lebensweise in Augsburg vermitteln und Wissen an die Stelle von Klischees setzen.

Den Anfang macht am Sonntag, den 23. Januar eine Führung durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben (JMAS) mit der aktuellen Intervention »Judenbilder« und Begehung der großen Synagoge. Die Führung macht mit der über 800-jährigen Geschichte der Jüdinnen und Juden in Augsburg und Bayerisch-Schwaben bekannt und nimmt an ausgewählten Beispielen jüdische Traditionen und Bräuche in den Blick.
Die Guides des JMAS erläutern den Aufbau jüdischer Gotteshäuser und zeigen, was die Augsburger Synagoge zu einem einmaligen Zeugnis deutsch-jüdischer Kultur macht.

Der 1867 angelegte und immer noch genutzte jüdische Friedhof an der Haunstetter Straße dokumentiert die wechselvolle jüdische Geschichte der Stadt in den letzten eineinhalb Jahrhunderten. Die Führung am darauffolgenden Sonntag, den 30. Januar macht mit den zeittypischen Besonderheiten der Grabstätten bekannt, zeigt auf, was man an ihnen über das Selbstverständnis der Augsburger Jüdinnen und Juden erfahren kann und verbindet dies mit einer Einführung in die mit Tod und Trauer verbundenen jüdischen Bräuche.

Die Plätze für die Führungen, die unabhängig voneinander stattfinden, sind begrenzt. Es wird daher um Anmeldung bis spätestens Freitag, 21. Januar, um 15 Uhr per E-Mail an empfang@jmaugsburg.de oder telefonisch unter 0821/ 51 36 11 gebeten. Beide Führungen dauern je ca. 60 Minuten und kosten zwischen 5 und 8 Euro Eintritt.

Beim Besuch des Friedhofs und der Synagoge müssen männliche Teilnehmer eine Kopfbedeckung tragen!


www.jmaugsburg.de/fuehrungen

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