Literatur

Fluchtwege

a3redaktion
14. Oktober 2018

Der experimentelle Literaturspaziergang führt Publikum und Autor*innen auf die Fährte von Martin Luthers möglichem Fluchtweg aus Augsburg. An ausgewählten Plätzen im Stadtgebiet tragen junge Autor*innen ihre Texte zum Themenkomplex Flucht vor. Sie thematisieren nicht nur Furcht vor Strafe, Verfolgung oder Suche nach neuen Lebensperspektiven, sondern befassen sich auch mit Flucht als Zuflucht, als Flucht in Träume oder als Ausweichen vor unangenehmen Situationen. Die vorgetragenen Texte werden im Verlauf des zweieinhalbstündigen Spaziergangs um geschichtliche Hintergrundinformationen ergänzt. Mit Musik von dem Augsburger Sänger, Gitarrist und Songwriter Oliver Gottwald.

Die vom Evang. Forum Annahof in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg, Bluespots Productions und dem Evang.-Luth. Dekanat Augsburg veranstaltete Autor*innenlesung findet im Rahmen von »Luther2018 Augsburg« statt. Den geschichtlichen Hintergrund zu den Feierlichkeiten bildet ein historisches Jubiläum: Vor 500 Jahre hielt sich der Mönch Martin Luther in Augsburg auf, wo er vom römischen Kardinal Cajetan verhört und zum Widerruf seiner kirchenkritischen Thesen gedrängt wurde. Der Reformator blieb auch nach mehrtägigem Streit standhaft und floh Ende Oktober 1518, um der Festnahme und Bestrafung zu entgehen, aus der Stadt.

20. Oktober, ab 18 Uhr, Dauer: ca. 2,5 Stunden, Abschlussgespräch und Ausklang mit Speis und Trank
Treffpunkt und 1. Station: Im Annahof (Schreibstube im Hollbau) um 18 Uhr
Kostenlose Teilnahme. Anmeldung bis 18.10. unter friedensstadt@augsburg.de oder Tel. 0821 3243261


Die Autor*innen des Abends:

Luna Al-Mousli (Foto): Die Arbeiten der Autorin und Grafikdesignerin bewegen sich im Spannungsfeld von Literatur, Kunst und Aktionismus. Ihr Buch »Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus«wurde mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 und mit dem White Raven Preis 2016 ausgezeichnet. Sie wurde 1990 in Melk geboren, wuchs in Damaskus auf und lebt heute in Wien.

Tanasgol Sabbagh: Die Spoken-Word Poetin steht seit 2014 im gesamten deutschsprachigen Raum auf Slam-Bühnen. Sie ist Teil der Lesebühnen Parallelgesellschaft in Berlin und Sanfte Eskalation in Leipzig. Thematisch beschäftigt sie sich oft mit gesellschaftlichen Konflikten, zu denen sie immer einen persönlichen Bezug herstellt. Sie wurde 1993 in Amol, Iran, geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Berlin.

Pierre Jarawan: Der Autor, Slam Poet, Veranstalter und Moderator zählt zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. Für seinen Roman »Am Ende bleiben die Zedern« wurde er u.a. mit dem Literaturstipendium der Stadt München und dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und stand auf der SPIEGEL Bestsellerliste. Er wurde 1985 in Amman, Jordanien geboren und kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland. Er lebt in München.

Danijel Szeredy: 2014 debütierte er nach Auftritten als Schauspieler und Tänzer als Regisseur mit der Inszenierung CAESAR nach Shakespeare. Darauf folgten Regiearbeiten, in denen er Klassiker der Weltliteratur mit selbstgeschriebenen Texten vermischte. Sein Theaterstück LERCHELEIN wurde mit dem Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik 2018 ausgezeichnet. Seit 2017 studiert er Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Danijel Szeredy wurde 1993 in Neapel geboren und lebt seit seinem Schulabschluss in München.

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