Club & Livemusik

Feinster Deutschpop galore.

a3kultur-Redaktion

Ohhhh yesss! Auch dieses Jahr performen die Herren der Kapelle Rabenbad im Brunnenhof. Und zwar am Freitag, 12. August (20 Uhr).

Für die noch Uneingeweihten: schon klar, der Bandname klingt nach bösem Mittelalter-Rock. Tatsächlich aber sehen Rabenbad beim Betreten der Bühne immer so ein wenig aus wie eine fundamental-christliche Popband, die kurz vor dem Gig noch aus der Wallschanzen-Kneipe einen bis dato unkonvertierten Sänger adoptiert hat. Münchner Freiheit meets Bukowski, Edo Zanki meets Hamburger Schule, Jochen Distelmeyer mit Schnauzbart, Jägermeister und geladener Pistole im Gürtel. Tatsächlich, ein geschmeidiger Mix aus feinem deutschen Pop und substantieller, mitunter halsbrecherischer Poesie. Hach, schwer zu beschreiben. Auf raffinierte Weise aber eröffnen Rabenbad – und das, ohne nur halblebig-checkermäßig zu »zitieren«, sondern volle Kanne aufrichtig-existenziell eintauchend – ein popkulturelles Zeichensystem aus 70er-Jahre-Deutschrock, Lyrik, Hamburger Schule, Groove und diversen Bourbon- und Zigarettenmarken. Und schmeißen einem geniös substantielle Existenzhymnen ins graue Leben. Die Coolness der Rabenbads erschließt sich aufgrund der Zeitlosigkeit ihres (ja!) Poprocks erst auf den zweiten Blick. Macht verdammt Spaß, und besonders dann noch im stimmungsvollen Brunnenhof. Andreas Wolferseder, Bassist von San Antonio Kid, soll über Rabenbad auf den ersten Blick gesagt haben: »Alter, so kann und muss deutscher Pop klingen.« So sieht's aus, Leute. Brunnenhof, Freitag, 12. August, 20 Uhr.
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