Politik & Gesellschaft

Bye-bye »metzgerei«

Gastautor

Die Geschichte des Kulturortes beginnt 2011 mit dem Künstler*innenkollektiv rund um Fabi­enne Lange. Gedacht als Laden für schöne Dinge mit Kulturprogramm wurde er eineinhalb Jahre später in die Hände von Christoph Smija übergeben. Was für ihn und den Verein als verlängertes Wohn­zimmer begann und Bühne für die eigene Kreativität bot, blieb nicht lange unbemerkt: Das Publi­kum wuchs, das Programm wurde diverser.

Nach dem Verkauf des Hauses in der Haunstetterstraße und dem damit verbundenen Vermieterwechsel ist die Zwischennutzung Ende April beendet. Die Umnutzung von Leerstand, jedoch nicht das Vergessenmachen vormaliger Funktionen von Orten – in diesem Fall einer ehemaligen Metzgerei – zeichnet den Verein »raumpflegekultur« aus. Ermöglichen, Selbermachen und Erleben standen im Fokus des Kulturprogramms.

Die Raumpfleger schauen sich bereits nach neuen Locations um – eine »metzgerei 2.0« ist je­doch nicht angedacht. Ob Bäckerei, Apo­theke oder altes Schwimmbad – über Hinweise, Informationen und konkrete Angebote freuen sich die Kreativen sehr. Bis es soweit ist, kann sich das Publikum jedoch noch auf ein sattes Programm aus Konzerten, Ausstellungen und Lesungen in der »metzgerei« freuen.

https://die-metzgerei.com
www.facebook.com/die.metzgerei/

Foto: raumpflegekultur e.V.