Festival

Brecht-Spektakel Vol. 1

a3redaktion
13. Februar 2020

Unter der Leitung von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner richtet sich das Brechtfestival dieses Jahr an einem anderen Brecht aus. Nicht mehr der »Brecht aus dem Schulunterricht«, sondern der junge, wilde Plärrerliebhaber B.B. soll hier beschworen werden. Brecht forderte vom Theater Unterhaltungswert und den möchten die beiden Berliner unter anderem durch zwei jahrmarktähnliche Spektakel erfahrbar machen.

Anders als in vorigen Jahren, werden heuer die meisten Veranstaltungen auf zwei Höhepunkte gipfeln, die in verschiedenen Spielstätten im martini-Park oft zeitgleich stattfinden. Zum ersten »Spektakel« am 14. Februar können sich die Zuschauer nach einem Sektempfang schon einmal musikalisch auf den unterhaltsamen Brecht einstimmen: Die eigens gegründete Playback-Band »Marlene Hoffmann & Band« wird um 19 Uhr mit ihrer »The Mini Playbrecht-Show« die besten Brecht-Interpretationen aus dem Äther der Popkultur im Treppenhausfoyer wieder aufleben lassen. Parallel dazu kann man auf der Musiktheaterprobebühne Lothar Trolles »Klassenkampf« in einer Fassung von Gallini Fili erleben, doch aufgepasst — auch die zeitgleiche Doppelinszenierung »Der Jasager« um 19:15 und der »Der Neinsager« in Halle C verspricht vielversprechend zu werden. Erstere Schuloper wird aufgeführt von Schülern des Gymnasiums St. Stephan, während Letztere von den Eltern eben jener Schüler auf die Bühne gebracht wird (Wiederholung um 21:15 Uhr).

Auf der Großen Bühne inszeniert die Festivalintendanz Heiner Müllers »Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution«. Müller, der oft als Brechts Nachfolger gehandelt wird, erzählt hier die Geschichte dreier französischer Emissäre, die auf Jamaika eine Revolution anstiften sollen, doch dann übernimmt Napoleon die Macht im eigenen Land — der Auftrag gerät in Frage. Einen weiteren Heiner Müller kann man im Orchesterprobenraum um 20:45 erleben: Hier feiert das Staatstheater Augsburg mit dem »Wolokolamsker Chaussee. Teil 3. Das Duell« Weltpremiere in der Live-Inszenierung einer Hörspielversion des Frankfurter Komponisten und Regisseurs Heiner Goebbels. Neben vielen anderen Events runden um 22:30 Uhr die Berliner Rapper »Zugezogen Maskulin« den Abend musikalisch auf ihre satirische Art ab.

Ein Spektakel-Ticker informiert über aktuelle Änderungen im Programm:
www.brechtfestival.de/news/die-welt-aendert-sich-jetzt-stuendlich

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