Politik & Gesellschaft

Aramäer in Augsburg

Patrick Bellgardt
28. Januar 2015

Der Verein will sich künftig für die Förderung des wechselseitigen Verständnisses sowie für die Wahrung der Belange der in Deutschland und Augsburg lebenden Aramäer einsetzen. Neben wissenschaftlichen Tagungen, Podiumsdiskussionen und Kulturveranstaltungen, sollen auch Hilfs- und Spendenmaßnahmen durchgeführt werden. Im Rahmen der Gründungsversammlung wurde der Augsburger CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Ullrich zum Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertreter agieren Paulus Akgüc, Fehmi Gök und Rainer Schaal.
 
Aufgrund von Verfolgung und Unterdrückung in ihren Heimatländern (Türkei, Irak und Syrien) kamen viele Aramäer als Flüchtlinge nach Deutschland. Der größte Teil folgte jedoch dem Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei in den 1960er und 1970er Jahren. Der Rest ist Geschichte: Aus »Gastarbeitern« wurden Mitbürger. In Augsburg leben derzeit über 5.000 Aramäer, womit die Stadt neben Wiesbaden, Paderborn, Essen und Gütersloh zu den größten Gemeinden Deutschlands zählt. Mehrere aramäische Kultur- und Sportvereine sind hier ansässig. Mit der syrisch-orthodoxen Sankt-Marien-Kirche (Zusamstraße 17) befindet sich das größte Glaubenszentrum im Stadtteil Lechhausen.
 
Am 30. Januar lädt die Deutsch-Aramäische Gesellschaft Augsburg zu einem Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema »Ist das Christentum im Nahen und Mittleren Osten am Ende?«. Ab 19 Uhr werden im oberen Fletz des Rathauses Experten wie Prof. Dr. Shabo Talay (FU Berlin) oder S.E. Mor Timotheos Mousa Al Shamani (Kloster Sankt Matai in Mossul, das Kloster gilt als eines der geistigen Zentren der syrisch-orthodoxen Kirche) zu Gast sein. Die Referenten werden sich zur Geschichte und zur aktuellen Situation der Christen im Nahen Osten, insbesondere im Irak und Syrien, äußern. Um eine Anmeldung zur Veranstaltung über dag.augsburg@gmail.com wird gebeten.

Foto: Deutsch-Aramäische Gesellschaft Augsburg

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